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Die Feuerwehr pumpte die ausgelaufene Flüssigkeit ab.

Giftiger Kaltreiniger ausgelaufen

Feuerwehreinsatz am Weidenbach

Weilheim - Im Medienhaus am Weidenbach kam es heute zu einem Feuerwehreinsatz. Ursache war aus einem Fass ausgelaufener Kaltreiniger, der für Druckmaschinen verwendet wurde. Dabei waren giftige Dämpfe ausgetreten.  Die Redaktion des „Weilheimer Tagblatt“ war daher den ganzen Tag nicht zu erreichen. 

Flüssigkeit, die aus einem leck gewordenen Fass austrat, in dem Kaltreiniger für Offset-Druckmaschinen gelagert war, sorgte gestern für einen mehrstündigen Großeinsatz der Feuerwehr im Gebäude des „Kreisboten“ im Weilheimer Osten.

Die Firma hatte die Wehr alarmiert, nachdem sich in der Früh in der Redaktion der in Nachbarräumen untergebrachten Redaktion des „Weilheimer Tagblatts“ stark riechende Ausdünstungen angesammelt hatten, die auch schon am Montag zu Belästigungen geführt hatten. Bei dem die Gerüche verursachenden Reiniger handelte es sich um eine Mineralöl-Verbindung. Eine solche kann zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Reizung der Schleimhäute, Kopfschmerzen und auch Müdigkeit führen kann. Die Redaktion musste ihr Büro verlassen und wich auf Nachbarredaktionen aus.

Die Weilheimer Feuerwehr wurde bei ihrer Arbeit von der Penzberger Feuerwehr unterstützt, da diese einen Gerätewagen „Gefahrgut“ besitzt, wie Kreisbrandrat Dr. Rüdiger Sobotta sagte, der ebenfalls am Einsatzort war. In diesem Gerätewagen befinden sich beispielsweise Alarmdosimeter, Atemschutzmasken und auch Chemikalienschutzanzüge.

Eine erster Augenschein ergab, dass ein in einer ehemaligen Produktionshalle abgestelltes 200-Liter-Fass undicht war, 50 bis 70 Liter der Reinigungsflüssigkeit waren bereits ausgelaufen, so Kreisbrandinspektor Anton Kappendobler. Geschützt mit Atemschutzmasken und speziellen Anzügen bargen Feuerwehrmänner die Altlasen und sicherten sie. Eine Spezialfirma sorgt für die Entsorgung.

Neben den rund 50 Feuerwehrkräften aus Weilheim und Penzberg, die rund sechs Stunden im Einsatz waren, waren Mitarbeiter des Roten Kreuzes mit zwei Rettungswägen, des Wasserwirtschaftsamtes und der Polizei vor Ort.

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