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Drei Vollblutmusiker und Gaudiburschen: (v.l.) Toni Bartl, Juri Lex und Daniel Neuner. Ihre selbstgebaute Stube haben sie bei „Knedl & Kraut“ immer dabei. 

Toni Bartl über  „Knedl & Kraut“

„Ich hab’ den Stammtisch immer dabei“

Weilheim - „Knedl & Kraut“ gastiert am 21. September in Weilheims Hochlandhalle.  Im Interview spricht Toni Bartl über sein Wirtshauskabarett.

1996 wurde er als „Weltmeister der diatonischen Harmonika“ bekannt, seither sorgt der aus Partenkirchen stammende Toni Bartl alias „Hannesla“ mit Musik-Shows wie „Alpen Sperrmüll“, „Recyklang“ oder „Yellow Hands“ für Furore. Sein jüngstes Projekt heißt „Knedl & Kraut“ – dabei verbinden Bartl, Juri Lex und Daniel Neuner historische alpenländische Wirtshausmusi mit neuen Klängen und Kabarett. Kommenden Mittwoch, 21. September, 20 Uhr, gibt’s „Knedl & Kraut“ in der Weilheimer Hochlandhalle. Unsere Zeitung fragte den in Uffing lebenden Bartl (45) vorher, was ihm Wirtshäuser bedeuten.

Wie oft sollte denn ein anständiger Bayer ins Wirtshaus gehen?

Toni Bartl: Einmal in der Woche sollte man normalerweise schon im Wirtshaus sein. Man muss sich ja keinen Rausch ansaufen, aber man sollte mal hingehen, um das Wirtshaussterben ein bisserl auszubremsen.

Haben Sie selber einen Stammtisch?

Bartl:  Nein, nicht mehr. Früher hab’ ich natürlich einen gehabt, aber das hat sich dadurch geändert, dass ich umgezogen und wahnsinnig viel unterwegs bin. Jetzt hab’ ich den Stammtisch halt immer dabei, und er steht jede Woche woanders...

Was haben Sie denn im Wirtshaus gelernt?

Bartl:  Eine gewisse Bühnenerfahrung. Die ersten Auftritte waren im Wirtshaus, am Stammtisch, in der Stube, jahrelang. Das war eine gute Vorbereitung – und es war gut, um festzustellen: Was gefällt den Leuten und was nicht?

Wenn Sie Ihr Wirtshausprogramm jetzt in der großen Hochlandhalle spielen – kommt da wirklich Wirtshaus-Stimmung auf?

Bartl:  Doch, das klappt! Wir spielen das Programm tatsächlich auch in weniger urigen Hallen, zum Beispiel in allerlei Stadthallen, und das funktioniert richtig gut – zumal wir ja unsere eigene Kulisse mitbringen. Und Weilheims Hochlandhalle hat ja eh schon einen bayerischen Charme.

Ihr Programm beschreiben Sie selbst als „lachlederne Wirtshausmusi“. Was darf man sich darunter vorstellen?

Bartl:  Es ist eine vielseitige Mischung aus Volksmusik, virtuosen Stücken aus der ganzen Welt und auch klassischen Klängen. Unser Programm bedient viele Genres, aber immer auf eine ganz eigene, bayerische Art. Und es ist viel Gaudi dabei. Vor allem unser Gaudinockerl Daniel Neuner sorgt für Riesenlacher beim Publikum.

Darf’s dabei auch mal etwas derber zugehen?

Bartl:  Ja! Das Programm ist schon so, wie’s im Wirtshaus früher war. Es ist nicht ganz brav...

Wirtshausmusikanten gibt’s ja mittlerweile wieder eine ganze Menge. Was ist das Besondere an Ihrer Wirtshausmusik?

Bartl:  In erster Linie die Vielseitigkeit. Wir bieten virtuose Musik, aber auch einfache Wirtshauslieder, wie man sie früher gesungen hat. Unser Juri Lex ist wirklich ein außergewöhnlich guter Musiker, einer der besten in Bayern. Und auch unsere sehr unterschiedlichen Charaktere machen’s aus. Viele sagen, sie müssen uns unbedingt ein zweites Mal sehen, um alle Facetten voll mitzubekommen.

Das Gastspiel

von „Knedl & Kraut“ beginnt am kommenden Mittwoch, 21. September, um 20 Uhr in der Weilheimer Hochlandhalle. Karten gibt es beim Medienhaus-Ticketservice in der Sparkasse am Marienplatz (Telefon 0881/686-11) und beim Veranstalter, der „Stroblbühne“ Oberhausen (Telefon 08802/222).

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