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Ab 16. September 2016

40 Jahre Fußgängerzone Weilheim: Gefeiert wird vier Wochen lang

Neues und Bekanntes wurden zu einem bunten Programm verwoben – für die vier Aktionswochen zum 40-Jährigen der Fußgängerzone in Weilheim.

Weilheim – Der Bogen spannt sich von der „Zaubernacht“ am Freitag, 16. September bis zum „Lichtkunst“-Festival am Wochenende vom 14. und 15. Oktober.

Das Motto für die Aktionswochen lautet „40 Jahre, 4 Wochen lang, 40 Aktionen“. Eingegliedert ins Programm sind auch der „Tag des Sports“ (Samstag, 24. September), die Elektroauto-Rallye „eRUDA“ (Sonntag, 25. September) und der „Gallimarkt“ (Sonntag, 9. Oktober). Viele Geschäfte in der Weilheimer Innenstadt beteiligen sich an den Aktionswochen, etwa am Event „Afterwork in der Innenstadt“ am Donnerstag, 22. September, und am Rabatttag „Black Friday“ am Freitag, 7. Oktober. Auch das „Weilheimer Tagblatt“ ist mit von der Partie – mit dem „Charity Street Festival“.

„Zaubernacht“ mit neuem „Lichterzauber“

Bei der Auftaktveranstaltung, der dritten „Zaubernacht“, wird ab 18 Uhr an verschiedenen Stellen in der Stadt live gezaubert. Angekündigt sind „Zauber-Vorführungen der Extraklasse“. An dem Abend gibt es auch wieder das „Nightfever“ in der Stadtpfarrkirche Mariae Himmelfahrt (ab 19 Uhr Heilige Messe, ab 20 Uhr Gebet, Gesang, Gespräch, ab 22.30 Uhr Nachtgebet). Und dann steht für diesen Abend noch etwas ganz Neues auf dem Programm: der „Lichterzauber“ in der Oberen Stadt mit Kerzenlicht, Zauberei und Musik. Ein Großteil der Läden in Weilheims Innenstadt haben an diesem Abend bis 23 Uhr geöffnet. Viele Geschäfte bieten etwas Besonderes an, wie Zauberei im eigenen Haus und Verköstigungsaktionen. Die Veranstalter der „Zaubernacht“, der Standortförderverein und der Verein „ZaubererFünfSeenland“, erfahren also breite Unterstützung, unter anderem von der Interessengemeinschaft „Lichterzauber Obere Stadt“.

Rückblick auf alte Zeiten

Gleich am Samstag, 17. September, geht es im Aktionsprogramm zum 40-Jährigen der Fußgängerzone weiter. Bei zwei Stadtführungen (Treffpunkt: 12 Uhr und 15 Uhr vor dem Stadtmuseum) widmet sich der Weilheimer Historiker Dr. Joachim Heberlein dem Thema „Handel im Wandel“. Mit Daten und Fakten blickt er zurück, Anekdoten werden auch versprochen. Auch ansonsten tut sich an diesem Tag etwas in Weilheims Innenstadt: Beim „Mobilitätstag“, veranstaltet vom Verein „ÖkoMobil Pfaffenwinkel“, gibt es auf dem Marienplatz von 10 bis 14 Uhr Informationen und Aktionen. Der Stadtbus und das Carsharing spielen dabei genauso eine Rolle wie der Fahrradclub ADFC, die Arbeiterwohlfahrt und die „Agenda 21“.

Musik und Tanz für einen guten Zweck

Das Programm dauert ganze zwölf Stunden lang, wenn am Samstag, 1. Oktober, das „Weilheimer Tagblatt“ von 11 bis 23 Uhr für beste Unterhaltung auf der Show Bühne in der Weilheimer Innenstadt sorgt – und das alles für einen guten Zweck. Mit Tanz, Informationen und vor allem, viel, viel Musik beteiligt sich die Heimatzeitung mit einem Charity-Street-Festival an den Feierlichkeiten für 40 Jahre Fußgängerzone. Die sieben Bands „4GoodNews“, „Outdoors“, „Chiara Scholz“, „Byron“, „Passion Acoustic“,“ Red Stixx“ und „Hothouse“ servieren den Zuhörern ein bunt gemischtes Programm, bei dem von Funk & Soul über Rock’n Roll bis hin zu Modern Country alles dabei ist, was zu einem beschwingten und schönen Samstag in der Innenstadt gehört. Auch die Tänzer von der „Klangfabrik“ sind mit von der Partie, sie verkürzen eine Umbaupause mit Tanz. Das Musikhaus Wiedemann unterstützt die Aktion mit Bühne, Überdachung und Technik und alle Künstler verzichten auf ihre Gage, denn das Hutgeld, das eingesammelt wird, geht komplett an die „Peter Maffay Stiftung“. Die Stiftung ermöglicht Kindern, die in schwierigen Verhältnissen leben oder traumatisiert sind, zusammen mit ihren Betreuern Ferien auf Gut Dietlhofen bei Weilheim zu machen. Zu diesem Zweck hat Peter Maffay, der zu den bekanntesten Musikern in Deutschland zählt, das Gut im vergangenen Jahr gekauft. Seitdem verbringt der in Tutzing lebende Musiker viel Zeit in Weilheim, um sich um das neue Projekt zu kümmern. In allen Umbaupausen können sich die Besucher bei Mitarbeiter der Stiftung über die Arbeit der „Peter Maffay Stiftung“ informieren.

Unter event.weilheim.de veröffentlicht die Stadt Weilheim Informationen über die Veranstaltungsreihe „40 Jahre, 4 Wochen lang, 40 Aktionen“.

Interview mit Jutta Liebmann: "Ich freue mich auf alles"

Jutta Liebmann, Leiterin des Amtes für Standortförderung, Kultur und Tourismus im Rathaus, spricht im Interview über das 40-Jährige der Fußgängerzone in Weilheim:

Frau Liebmann, wie groß ist denn die Bandbreite bei den Aktionstagen? 

Sehr groß. Es gibt Veranstaltungen, die für den Zeitraum bereits geplant waren, wie den „Tag des Sports“. Dann gab es von unseren Geschäften viele Ideen und Vorschläge, die ich zu Schwerpunkten zusammengefasst habe und teilweise passend dazu Projektpartner gesucht habe – beispielsweise beim „Kinderspaßtag“. Neben den Aktionen der Firmen – es beteiligen sich weit über 40 – sind weitere Angebote geplant: zum Beispiel eine spezielle Stadtführung, bei der Dr. Joachim Heberlein auf Veränderungen in der Innenstadt eingeht. Unbedingt zu erwähnen ist das neu entstehende Lichtkunstfestival.

Und was aus dem Programm hat es in Weilheim ansonsten noch nie gegeben? 

Dazu gehört die „Afterworkparty“, an der sich eine ganze Reihe Geschäfte und Dienstleister beteiligen. Deren Angebot reicht von der kleinen Massage über eine Modenschau bis zum Barbetrieb mit Livemusik. Bei der „Zaubernacht“, die es ja schon gegeben hat, ist diesmal auch die Obere Stadt einbezogen. Dort soll es unter anderem einen „Lichterzauber“ mit Kerzen geben, so dass eine besondere Atmosphäre geschaffen wird. Etwas Neues ist auch die Bilderprojektion von Emanuel Gronau unter dem Titel „40 Jahre Lebensgefühl“, zu der es Livemusik gibt. Das wird ein richtig schöner Abend. Neu sind auch das „Tagblatt Charity Street Festival“ und der Rabatttag „Black Friday“.

Auf was freuen Sie sich persönlich besonders? 

Ich freue mich auf alles. Weil die Aktionen so unterschiedlich sind, ist jede für sich interessant. Für mich ist ja auch noch vieles neu, da ich erst seit heuer in Weilheim arbeite.

War es schwierig, das Programm zusammenzubekommen? 

Es war sehr sportlich, da ich erst am 1. April meine Stelle angetreten habe. Ich hatte also nur einen kurzen Zeitraum zur Verfügung, zumal seit Juli schon Urlaubszeit war und weniger Ansprechpartner da waren. Die Resonanz war unglaublich toll. Der Aktionskreis Innenstadt und der Standortförderverein haben mich von Anfang an unterstützt. Es war ein super Start für mich.

Wo lagen denn die besonderen Herausforderungen bei der Planung? 

Eigentlich darin, dass sie zeitintensiv ist. Es sind einfach viele Kleinigkeiten abzuklären. Das gehört dazu.

Was erhofft sich die Stadt von den Aktionstagen? 

Ein schönes Miteinander und Strahlkraft nach außen – Weilheim ist schließlich eine tolle Einkaufsstadt. Ich wünsche mir, dass sich auch aus dem einen oder anderen Format, das wir jetzt erleben, etwas Beständiges entwickelt. Ich habe bei den Vorbereitungen viele Akteure kennengelernt, mit denen ich sicher weiter zusammenarbeiten werde.

Gibt es etwas, das aus Ihrer Sicht an der Fußgängerzone noch verbessert werden könnte? 

Die Fußgängerzone ist aus meiner Sicht nicht das Thema, vielmehr geht es für Weilheim darum, sich als Einkaufsstadt besser zu positionieren. Wir werden überlegen, woher wir weitere Kunden anziehen können. Heute muss man clever agieren, um auf sich aufmerksam zu machen. Durch gemeinsame Aktionen und ein gemeinsames Marketing bekommen die Gewerbetreibenden eine größere Reichweite.

Interview: Stephanie Uehlein

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