Anfrage des "Bogensportverbandes Bayern“

Kein Schießparcours im Stadtwald

Weilheim/Eberfing -Im Stadtwald wird es keinen  Schießparcours geben. Die Stadt lehnte eine Anfrage des „Bogensportverbandes Bayern“ ab, weil sie erhebliche Beeinträchtigungen fürchtet.

Einen Bogenschießparcours für den Trainingsbetrieb und für größere Turniere würde der „Bogensportverband Bayern“ gern im Bereich des Weilheimer Stadtwaldes anlegen – in einem Teil, der auf Eberfinger Flur liegt. Doch die Stadt lehnt das Vorhaben ab. Sie fürchtet „Beeinträchtigungen für die Bevölkerung“, wie es in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung hieß.

Für die grundsätzliche Genehmigung des Projekts und Fragen der Erschließung wäre aufgrund der Örtlichkeit die Gemeinde Eberfing zuständig. Doch die muss sich nun gar nicht damit beschäftigen – denn die Stadt Weilheim als Grundeigentümerin winkte bereits ab: Im Ausschuss stimmten nur Romana Asam (FW) und Rupert Pentenrieder (BfW) für den Bogenschießparcours. Die Mehrheit lehnte ihn grundsätzlich ab.

Zwar sei laut Stadtwaldförster Christian Schuller ein solcher Parcours „aus forstlicher Sicht vorstellbar“, wie Manfred Stork, Chef der Bauverwaltung im Rathaus, sagte. Denn große Eingriffe in den Wald gäbe es wohl nicht. „Die Stadt sieht aber Haftungsprobleme“, so Stork: „Das ist ein frei zugänglicher Wald, da darf jeder laufen. Und man ist dabei ja nicht auf die Wege festgelegt.“

Landsberger Anlage ist eingezäunt

Auch Stadtrat Pentenrieder sah „noch viele offene Fragen“, etwa bezüglich der Parkplätze – wären doch „Landes- und Bundesmeisterschaften mit 150 Teilnehmern“ geplant. Der BfW-Stadtrat sähe darin aber auch „eine Attraktion für unsere Stadt“: „Grundsätzlich sollte man offen sein für die Anfrage.“ Eine „vergleichbare Anlage“ gibt es laut Pentenrieder im Landsberger Frauenwald. Diese sei jedoch „großteils eingezäunt“, konterte Bauverwaltungs-Chef Stork, und liege „direkt am Gewerbegebiet“.

Das wäre im Weilheimer Fall anders. Nach Ansicht von Klaus Gast (CSU) würde ein Bogenschießparcours dort „eine erhebliche Beeinträchtigung für die Bevölkerung“ bedeuten: „Das ist ein Wald, der öffentlich zugänglich ist. Und das sollten wir als Stadt auch weiterhin gewährleisten.“ Ähnlich der Appell von Grünen-Vertreter Alfred Honisch: Das „Schutzgut Natur“ solle „nicht durch Vereinsnutzung beeinträchtigt werden“.

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