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Und wann kriegen wir einen Kita-Platz? Die Eltern von rund 50 Kinder müssen sich noch in Geduld üben. 

Kinderbetreuung in Weilheim

Großtagespflege öffnet in vier Wochen

Weilheim - 50 Buben und Mädchen warten in Weilheim noch auf einen Kita-Platz.  16 Plätze gibt es ab Oktober, 80 weitere kommen ab Anfang 2017 hinzu.

 Für die Eltern der rund 50 Buben und Mädchen, die zum Beginn des neuen Kindergartenjahres am 1. September auf der Warteliste für einen Betreuungsplatz in einer Kindertagesstätte (Kita) standen, zeichnet sich eine Lösung ab. Laut Karin Groß, Leiterin des Hauptamtes im Rathaus, nimmt in knapp vier Wochen, am Dienstag, 4. Oktober, die so genannte Großtagespflege ihren Betrieb auf. Sie wird im städtischen Bürgerheim eingerichtet (wir berichteten).

Die Großtagespflege, die erste ihrer Art in Trägerschaft der Stadt in Weilheim, kann 16 Kinder im Alter von einem bis drei Jahren aufnehmen, maximal zehn zur gleichen Zeit, so Groß. Damit wären 16 Krippenkinder von der Warteliste mit einem Kita-Platz versorgt.

Anders als die Bezeichnung „Großtagespflege“ vermuten lässt, haben sich in Weilheim aber nicht mehrere Tagesmütter zusammengeschlossen, um den Nachwuchs gemeinsam zu betreuen, sondern die Stadt stellte dazu eine Erzieherin und zwei Kinderpflegerinnen ein. „Die Idee mit den Tagesmüttern hatten wir zwar, aber sie hat sich zerschlagen“, so Groß. Die Stadt habe schlicht und einfach nicht genügend aktive Tagesmütter für diese Aufgabe gefunden. In dem neuen Angebot sind laut Groß noch einzelne Plätze frei. Vermittelt werden sie über das Rathaus, Ansprechpartnerin für Eltern ist Sabine Meindl-Leiter.

Die Personalkosten für die Großtagespflege schlagen laut Berechnung der Stadtkämmerei allein in diesem Jahr mit 35 000 Euro in der Stadtkasse zu Buche. Der Umbau des ehemaligen Bastelraums im Bürgerheim zu einer kindgerechten Betreuungseinrichtung wird auf etwa 43 000 Euro veranschlagt. Dazu kommen weitere rund 10 000 Euro für eine Spielfläche, die im Freien angelegt werden soll, sowie für Einrichtungsgegenstände von Bettchen für die Krippenkinder bis zu Möbeln und Spielsachen.

Ab Anfang des kommenden Jahres soll die Warteliste dann der Vergangenheit angehören, denn dann sollen zwei zusätzliche Krippen- und zwei zusätzliche Kindergartengruppen eröffnen. Jede Krippengruppe hat für bis zu 15 Buben und Mädchen Platz, jede Kindergartengruppe für bis zu 25. „Dann haben wir auch wieder etwas Luft“, so Groß angesichts der 80 zusätzlichen Plätze, wobei sie sicher ist, dass auch diese Plätze im kommenden Kindergartenjahr schnell belegt sein werden.

Wo die neue Einrichtung unterkommt, ob die Räume dafür gemietet werden oder ob sie neu gebaut werden, wollte Groß gestern nicht sagen. „Das steht noch nicht endgültig fest“, hielt sich die Hauptamtsleiterin bedeckt. Zumal ja auch für den Kindergarten „Pfiffikus“ ein Ausweichquartier gesucht wird, da dieser generalsaniert werden solle.

Trotz Großtagespflege und der vier neuen Gruppen, steht laut Groß fest: „Wir brauchen auf jeden Fall ein neues Kinderhaus.“

Im Kindergartenjahr 2015/2016 besuchten insgesamt 1235 Buben und Mädchen eine der 61 Kita-Gruppen in der Stadt.

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