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Marcus H. Rosenmüller: Geboren 1973 in Tegernsee, aufgewachsen in Hausham, wo er bis 2008 einige Jahre für die SPD im Gemeinderat saß +++ Abitur in Miesbach, ab 1995 Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München +++ Rosenmüllers erster Kinofilm – „Wer früher stirbt, ist länger tot“ (2006) – lockte rund 1,8 Millionen Besucher in die Kinos, der Regisseur wurde damit eine Galionsfigur neuer bayerischer und deutscher Heimatfilme +++ Zehn weitere Filme folgten: u.a. „Schwere Jungs“, „Beste Zeit“, „Sommer in Orange“, zuletzt die Dokumentation „Hubert von Goisern – Brenna tuat’s scho lang“ +++ Seit 2013 inszeniert Rosenmüller, Vater einer Tochter (geboren 2006), das Singspiel zur Starkbierprobe auf dem Münchener Nockherberg +++ Außerdem schreibt er von Jugend an Gedichte; im Kunstmann-Verlag erschien 2014 das Buch „Wenn nicht wer du“ mit Lyrik von Rosenmüller und dem Musiker Gerd Baumann. 

von kopf bis fuss: marcus h. rosenmüller  

„Kunst ist eine Rettung“

Weilheim - Vor seiner Lesung in Weilheim beantwortete Marcus H. Rosenmüller unseren Fragebogen. Der bekannte Regisseur (43) über den Luxus des Gedichte-Schreibens und einen Traum.

Ein Buch, das Ihnen gefällt?

„Wir sind Gefangene“ von Oskar Maria Graf.

Eine Gedichtzeile, die Sie begleitet?

...in eines Holzes Duft lebt fernes Land, Gebirge schreiten durch die blaue Sommerluft und eine Speise schmeckt nach Kindersand...

Ihre Lieblingsmusik?

Paul Simon, Bob Dylan.

Ein Film, den man sehen sollte?

Viele und derzeit „Toni Erdmann“.

Wo haben Sie zuletzt große Kunst erlebt?

Im Münchener Residenztheater: „Die Räuber“.

Ein Talent, das Sie gern hätten?

Ich würde wahnsinnig gerne malen können.

Ein Mensch, der Sie beeindruckt?

Gerd Baumann.

Eine Schwäche, die Sie sich leisten?

Viele, zu viele, um sie hier aufzulisten.

Ein Ort, den Sie lieben?

Die Isar.

Ihr Luxus?

Unwichtige Gedichte schreiben.

Was machen Sie mit viel Geld?

Nicht auf die Bank bringen!

Woran glauben Sie?

An die Natur.

Ihr größter Erfolg bisher?

Ein Kopfballtor im Hallenfinale vor 20 Jahren!

Kunst ist...

...ein Ventil, eine Geheimsprache, eine Rettung, ein Lebensmittel, ein Schmarrn manchmal, ein Bett, ein Sinn.

Wie betiteln Sie Ihre Memoiren?

Überflüssige Erinnerungen eines Überflüssigen... (Es wird keine geben und auch keinen Titel).

Was würden Sie gern abschaffen?

Armut.

Welchen Traum müssen Sie sich unbedingt noch erfüllen?

Ein Spaghettieis essen.

Welcher Satz soll bei Ihrer Beerdigung fallen?

Einer, der mich, wenn es soweit sein sollte, spontan zum Lachen bringt!

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