Blumen und Glückwünsche zum 90. Geburtstag bekam Katharina Niedermaier (Mitte) von (von links) Angelika Flock, Josef, Georg und Enkelin Sabine Niedermaier. Foto: gro

Marnbach

Theater war und ist ihre Leidenschaft

Marnbach – Lustig war es am 90. Geburtstag von Katharina Niedermaier. Und das hat seinen Grund, denn die Jubilarin spielte viele Jahre beim „Marnbacher Theater“ mit und hatte viele Theatergeschichten zu erzählen.

 Die gebürtige Marnbacherin war es auch, die jahrelang mit Kindern das Hirtenspiel einstudiert hat, das jedes Jahr bei der Kindermette aufgeführt wurde. „Bei mir haben die Kinder Bairisch gelernt“, meinte sie fröhlich.

Katharina Niedermaier hat ihr ganzes Leben lang hart gearbeitet. Da war die Landwirtschaft mit 20 Kühen und 20 Hektar Land zu versorgen. „Ich bin jeden Tag um fünf Uhr aufgestanden, dann auf den Bulldog gestiegen, zum ,Walchhof’ gefahren, wo wir die Kühe gemolken haben“, erinnerte sie sich. Trotz der vielen Arbeit wurde in der Familie die Idee geboren, Theater zu spielen, und Katharina und ihr Mann Josef Niedermaier gründeten das „Marnbacher Theater“.

Wobei die Arbeit als Landwirtin ideal zum Textlernen war, wie Katharina Niedermaier erzählte: „Mit Arbeitshose, in der das Rollenbücherl steckte, hab’ ich auf dem Feld so laut schreien können, wie ich wollte, da hat mich keiner gehört.“ Zuerst wurde im Gasthaus „Porer“ gespielt, dann im „Goldenen Stern“ in Deutenhausen und ab 1995 in der „Alten Schule“ in Marnbach. Die „Nonne Pankratia“ sei ihre Glanzrolle gewesen, erzählte die Jubilarin, an diese denke sie heute noch gerne zurück. Inzwischen steht Katharina Niedermaier nicht mehr auf der Bühne, ist aber eine umso treuere und begeistertere Besucherin des „Marnbacher Theaters“, wo ihre Söhne Josef und Georg jede Spielsaison in Glanzrollen zu sehen sind. „Sechs- bis siebenmal schau ich mir jedes Stück an, wenn ein Platz frei ist“, verriet die eingefleischte Theaterspielerin, die die Bühne heute noch vermisst.

Über 36 Jahre hat die Jubilarin im Kirchenchor Marnbach gesungen, im Weilheimer Volkschor singt sie immer noch und besucht jeden Dienstag die Probe. Bis vor drei Jahren ist sie noch Auto gefahren.

„Heute mach’ ich nicht mehr viel, Aufräumen und Löcher-in-die-Luft-Schauen, das sind meine Beschäftigungen“, verriet Katharina Niedermaier. Einen Blumenstrauß und gute Wünsche überbrachte Weilheims dritte Bürgermeisterin Angelika Flock der Jubilarin im Namen der Stadt Weilheim. Gefeiert wird der runde Geburtstag am Samstag in Eberfing, Da kommen die beiden Söhne mit ihren Frauen, die vier Enkelkinder und Bekannte und Freunde, die zum Teil sogar aus Österreich anreisen, um mit Katharina Niedermaier zu feiern.Inge Beutler

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