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Das Foto zeigt die B2 am Dienstag, als weit und breit kein Bauarbeiter zu sehen war.

Arbeiten an der B 2

Riesenärger um Weilheims längste Baustelle

Weilheim - Die Bauarbeiten auf der B 2 sorgen seit Tagen für lange Staus.  Hauptgrund ist, dass die B 2 auf einer Länge von knapp einem Kilometer halbseitig gesperrt ist, dort bisher aber kaum etwas von Arbeiten zu sehen ist.

Im Stau  stehen Autofahrer derzeit an der Einmündung der Römerstraße  in den Narbonner Ring. 

 Bis zu 20 000 Autos fahren an einem gewöhnlichen Wochentag über die B 2 in Weilheim. Sie ist Weilheims Hauptschlagader. Seit vergangenem Mittwoch pulsiert der Verkehr dort aber nicht mehr wie gewohnt: Die Straße ist halbseitig zwischen Rathausplatz und Kreisel am Narbonner Ring auf eine Länge von 1050 Metern für den stadtauswärts fahrenden Verkehr gesperrt. Und Autofahrer, die stadteinwärts dort fahren, fragen sich, warum der andere Fahrsteifen überhaupt gesperrt ist. Straßenbauarbeiter seien dort jedenfalls kaum zu sehen.

Wie auch immer. Die rund 10 000 Fahrzeuge, die Tag für Tag Richtung Norden unterwegs sind, müssen jedenfalls Umleitung fahren. Diese führt laut einer Absprache zwischen staatlichem Bauamt und Weilheimer Stadtverwaltung durch die Obere Stadt und über den Narbonner Ring. Während des morgendlichen und abendlichen Berufsverkehrs bilden sich dort lange Kolonnen, aber auch auf zig Schleichwegen durch die Wohngebiete gibt es oft Staus. Besonders trifft es die Römerstraße und das „Baumviertel“.

„Dass die B 2 saniert und dazu gesperrt werden muss, das verstehen die Autofahrer“, so Andreas Wunder, Chef des Ordnungsamtes im Weilheimer Rathaus. Sie verstünden aber nicht, dass die B 2 zwar gesperrt sei, dort aber so gut wie keine Arbeiten erfolgen. Er wolle das staatliche Bauamt nicht kritisieren, so Wunder, aber „das ist unverständlich und ärgerlich“. Zumal die Stadt mehrere Anfragen für Bauarbeiten in anderen Straßen mit dem Hinweis auf die Sperre der B 2 abgelehnt habe. Im Rathaus schlagen laut Wunder jeden Tag zig Beschwerden von Autofahrern wie Anliegern der Wohnstraßen auf. Zuständig für die Arbeiten sei aber das staatliche Bauamt.

Am Wochenende keine Straßensperre

Sven Maertz vom staatlichen Bauamt verteidigt das Vorgehen der Behörde. Würden die Bauarbeiten in kleineren Streckenabschnitten vorgenommen, würde die Sperre länger dauern. Zudem sei die Logistik zu aufwändig. Dass an der B 2 kaum gearbeitet werde, will er nicht gelten lassen. „Der Eindruck täuscht“, so Maertz.

Einen Trost für die Autofahrer gibt es. Am kommenden Samstag und Sonntag wird die B 2-Sperre aufgehoben. Vielleicht auch schon früher. Ab Montag gilt die Sperre allerdings wieder. Dann soll es auch was zu sehen geben, denn dann soll eine große Fräse kommen.

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