Konzept für "Kernstadt" wird erstellt

Schritt für Schritt zur barrierefreien Stadt

Weilheim – Barrierefreiheit ist dem Stadtrat ein Anliegen. Er sprach sich geschlossen dafür aus, für die öffentlichen Flächen in der „Kernstadt“ ein Konzept erstellen zu lassen.

Die Initiative für die Aktion geht auf die Freien Wähler (FW) zurück, deren Antrag bereits den Weilheimer Bauausschuss passiert hat (wir berichteten). Eine barrierefreie Kommune komme Menschen mit Alterseinschränkungen genauso zugute wie Familien mit Kindern, sagte Susann Enders (FW) im Stadtrat.

Nach Meinung von Brigitte Holeczek (BfW) ist es erstrebenswert, aktuelle Mängel in puncto „Barrierefreiheit“ in einem Katalog aufzuzeigen. Die Seniorenreferentin des Stadtrats wies aber darauf hin, dass sich sicher nicht alle erstrebenswerten Maßnahmen sofort umsetzen ließen.

Ingo Remesch (SPD) erklärte, dass die Stadt in Sachen „Barrierefreiheit“ auch bisher nicht untätig gewesen sei: „Es ist ist nicht so, als hätte man bisher nichts gemacht.“ Remesch hofft jedoch, dass durch das geplante Konzept künftig Fehler wie zum Beispiel die unvorteilhafte Pflasterung der Buxbaumgasse vermieden würden.

Wie das Projekt umgesetzt werden soll, erläuterte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt in der Sitzung: Nach der Bestandserhebung sollen Ziele nach Art und Dringlichkeit formuliert und ein Maßnahmenkatalog erstellt werden, ehe die Aufgaben dann in die Realität umgesetzt werden. Wie Roppelt bereits im Bauausschuss gesagt hatte, muss die Stadt Weilheim etwa 16 000 bis 18 000 Euro für Gutachten und Konzept selbst bezahlen. Etwa 60 Prozent der Planungskosten sollen aus der Städtebauförderung kommen. Unter die Lupe genommen wird dabei nicht nur die Weilheimer Innenstadt, sondern auch das Bahnhofsgelände.

Einen Leitfaden des Freistaats für Barrierefreiheit im öffentlichen Raum von Städten und Gemeinden gibt es bereits. In ihm geht es um abgesenkte Bordsteinkanten an Plätzen, Spiel- und Grünflächen genauso wie etwa um barrierefreie Toiletten, Handläufe und breite Türen in öffentlichen Gebäuden. Es geht zudem auch um die gute Erreichbarkeit von wichtigen privaten Einrichtungen wie Einzelhandelsgeschäften, Vereinsräumen und Arztpraxen. Der Freistaat startete vor zwei Jahren das Modell „Die barrierefreie Kommune“, mit welchem das Programm „Bayern barrierefrei 2023“ dann künftig umgesetzt werden soll.

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