32. Theatertage der bayerischen Realschulen

„Eine Zeit, die wir nie vergessen werden“

Weilheim - Drei Tage, neun Theaterstücke – und hunderte Begegnungen: Mit viel Emotion gingen am Mittwochnachmittag die 32. Theatertage der bayerischen Realschulen in Weilheim zu Ende.

Das Festival-Ende war ein Horror. Aber nur „A kloans bisserl Horror“ – so hieß das Abschluss-Stück dieser Theatertage, in dem das Ensemble der Realschule Bad Kötzting in schönstem Oberpfälzisch und mit viel schwarzem Humor das Böse in der Welt, in der Fantasie und in uns selber beleuchtete.

Ein bisschen Horror war für manche wohl auch, dass sie dann Abschied nehmen mussten. „Das war eine tolle Zeit, die wir nie vergessen werden“, sagten Luise Kwak und Lisa-Marie Lagalante, die Schülersprecherinnen der Realschule Weilheim. Sie moderierten den von Schulbands umrahmten Schluss-Akt, der sich ans letzte Theaterstück anschloss – und fielen bei ihrer Danksagung gar auf die Knie vor den Organisatoren um Sabine Junkers- Haunstetter und Carola Windt.

„Ihr wart absolute Spitze, habt vorbildliche und professionelle Arbeit geleistet“, dankte auch Schulleiter Peter Pickal allen Lehrern, Schülern und Eltern, die sich eingebracht hatten. Statt Unterrichts hatten praktisch alle Realschüler ihre „Jobs“ an den drei Theatertagen (siehe Umfrage). Was auch Sabine Schmid, die Vorsitzende der veranstaltenden „Fördergemeinschaft für das Schultheater an Realschulen“, tief beeindruckt hat: „Ständig wurde man umsorgt, abgeholt, mit Kuchen und Getränken versorgt, wurden kleine Notfälle unaufgeregt behoben und Spezialwünsche erfüllt.“

„Wir haben uns zu jeder Zeit unheimlich wohl gefühlt“, dankte Schmid allen. Den Sekretärinnen, Hausmeistern, Elternbeiräten und wichtigsten Helfern von Plakatgestaltung bis Catering überreichte sie Geschenke. Für die neun Theatergruppen von acht Schulen aus Augsburg, Bad Kötzting, Bamberg, Freising, Füssen, Ingolstadt, Weilheim und Weißenburg – sie spielten nicht nur selber, sondern begutachteten sich gegenseitig und besuchten Workshops – gab es Urkunden, die Kultusminister Ludwig Spaenle unterschrieben hat. Unvollendet blieb allein die geplante Bannerübergabe an den nächstjährigen Ausrichter der Theatertage. Der fehlt nämlich noch. Und Weilheims Fußstapfen sind groß.

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