Flaschen bleiben oft nach Partys an der Ammer liegen. gro/A

Überall liegt Müll herum

Weilheim - Stadtwerke verzeichnen Anstieg, vor allem in den Naherholungsgebieten, wo auch gern Partys gefeiert werden.

Die Weilheimer werfen jedes Jahr quer durch die Stadt bergeweise Müll weg: Rund 63 Tonnen landen in Mülleimern oder in der freien Natur am Gögerl und am Dietlhofer See. Das entspricht einem Gewicht von ungefähr 13 Elefanten. Die Menge liegt laut Karl Neuner, Bereichsleiter für den operativen Betrieb der Stadtwerke in Weilheim, im bundesweiten Durchschnitt. In Peißenberg kommen im Jahr 42 Tonnen zusammen.

Die Stadtwerke verzeichnen jedes Jahr einen Anstieg der Müllmengen, wie Neuner sagt. Laut Statistiken liegt dieser bei drei Prozent im Jahr. Erklären kann Neuner sich das nicht. Genauso wenig wie die Tatsache, dass Jahr für Jahr der Müll nicht dort landet, wo er hingehört. Auf dem Badegelände am Dietlhofer See beispielsweise sei immer was zu finden, „aber in solchen Mengen, wie wir es gewohnt sind“, meint Neuner. Schlimm seien die Müllmengen hingegen oft am Ammerdamm im Bereich des Pavillons. Laut Neuner sind im Stadtgebiet genügend Abfalleimer und auch Hinweis-Schilder vorhanden - etwa 430 Mülleimer sind es auf dem Gebiet insgesamt. Um sie zu entleeren, fährt ein Vollzeit-Mitarbeiter der Stadtwerke eine feste Route, die im Sommer um eine tägliche Außentour zum Dietlhofer See erweitert wird. „In der Badesaison sind wir dort jeden Tag und auch sonst nach jedem Wochenende“, berichtet Neuner. Auch der Haarsee und der Blaslweiher werden zwei Mal wöchentlich angefahren, und bei städtischen Ereignissen wie dem Volksfest oder der Französischen Woche ist das Unternehmen auch vor Ort. Alle zwei Wochen wird der Vollzeitkraft ein zusätzlicher Mitarbeiter zugeteilt.

Positiv sei in diesem Jahr gewesen, dass „das schlechte Wetter uns sozusagen in die Karten gespielt hat“, sagt Neuner. Auch wegen der Mücken habe es nicht so viele Badegäste wie sonst an die Gewässer verschlagen und so sei weniger Müll auf den Badegeländen angefallen. Wenn dort Partys stattfanden, wurde besonders viel Müll hinterlassen. „Zum Beispiel Glasscherben, die im See liegen“, so Neuner. Es sei schwer, diese zu finden und rauszuholen. Abgesehen davon finden die Mitarbeiter der Stadtwerke laut Neuner vor allem „Verpackungsreste und Flaschen.“ Und wohl auch mal außergewöhnlichere Dinge: „Es gibt nichts, was es nicht gibt“, sagt Neuner.

Text: Luca von Prittwitz

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