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Unterhalb von Schloss Hirschberg (l. oben) soll nach den Plänen der „HAGE GmbH & Co KG“ eine terrassenförmige Hotelanlage entstehen. Organisch geschwungene Formen sind für die Außenanlagen vorgesehen. Im Schloss sollen künftig auch Feste wie Hochzeitsfeiern möglich sein. Der Haarsee liegt nordöstlich des hier abgebildeten Geländes.

Weilheim: Pläne am Haarsee

Luxus-Hotel: Grüne haben Vorbehalte

Weilheim - Die Pläne fürs Luxus-Gesundheitshotel am Haarsee stoßen im Stadtrat auf viel Zustimmung. Vorbehalte äußerten aber die Grünen.

Rund um Schloss Haarsee gebe es Bereiche, die als Landschaftsschutzgebiet, Biotop oder FFH-Fläche gekennzeichnet seien, so Alfred Honisch von den Grünen in der jüngsten Stadtratssitzung. Es sei klar, dass sich durch das Großprojekt „nicht nichts verändern“ werde. Mit dem jetzt vorgelegten Konzept kann sich Honisch nicht anfreunden. Er zog das Fazit: „Die Grünen wollen nicht weitermachen.“ Im Bauausschuss, der den Beschlussvorschlag für die Stadtratssitzung vorbereitet hatte, hatte Honisch zwar kritische Fragen zu dem Hotelprojekt gestellt. Er hatte das Konzept der „HAGE GmbH & Co. KG“ aber grundsätzlich befürwortet.

Viele Stadträte brachten am Donnerstag – teils begeistert – ihre Zustimmung zu dem Bauvorhaben zum Ausdruck, bei dem nicht nur das Schloss genutzt werden soll, sondern auch ein terrassenförmiger Neubau mit 149 Doppelzimmern und Suiten entstehen soll (wir berichteten). Als „zukunftsweisend“ und „wirtschaftlich interessant für die Region, die Stadt Weilheim“ bezeichnete Dr. Claus Reindl (BfW) die Hotelpläne. Auch die „verkehrliche Erschließung“ passe, so der Verkehrsreferent des Stadtrates.

Ingo Remesch (SPD) empfindet die Planung nach eigenen Worten als „ansprechend kühn“. Wie sich das Hotel in die Landschaft einbetten würde, verstehe er zwar noch nicht ganz, das sei aber auch noch nicht wichtig, um die jetzt anstehende Grundsatzfrage zu beantworten. Diese kann man so formulieren: Soll der Flächennutzungsplan für den Bereich am Haarsee für eine Hotel- und Gaststättennutzung geändert werden, und soll ein Bebauungsplan aufgestellt werden?

Am Ende beantwortete der Stadtrat die Frage – gegen die drei Stimmen der Grünen – mit Ja. Dieses Ja ist laut Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt die Voraussetzung, um die Pläne von anderen Stellen beurteilen zu lassen, etwa im Hinblick auf Denkmal- oder Brandschutz. „Wenn wir sehen, es funktioniert nicht“, so Roppelt, werde das Vorhaben ad acta gelegt. Der Investor brauche aber bald eine gewisse Sicherheit, um weiter zu planen. Karl-Heinz Grehl (Grüne) ging die Weichenstellung des Stadtrates jedoch zu weit – der Beschluss beinhaltet nach seiner Ansicht deutlich Konkreteres als nur die Prüfung, „was möglich ist“.

Aus der Sicht von Stefan Zirngibl (CSU) ist der jetzt gefasste Grundsatzbeschluss wichtig. „So was kommt nur einmal und dann wahrscheinlich nimmer“, sagte er über das Vorhaben. Dessen Bedeutung für den Tourismus wurde bei der Sitzung immer wieder angesprochen. Das Projekt sei „wirklich eine Chance für die Region“ sagte etwa Zirngibls Fraktionskollegin Uta Orawetz. Sie sieht auch einen Vorteil darin, dass sich ein deutscher Investor des Bauvorhabens am Haarsee annehmen will.

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