Glückwunsch vom Minister: (v.l.) Uwe Beekmann, Eva-Maria Schweiger, Dieter Pausch, Joachim Herrmann und Markus Loth. foto: halmel

Verein feiert bald 170. Geburtstag

Innenminister Herrmann überreichte TSV Weilheim die Sportplakette

Weilheim - Der TSV Weilheim bekam für seine vielen Verdienste die Sportplakette des Bundespräsidenten. Innenminister Joachim Herrmann überreichte sie.

Im kommenden Jahr feiert der TSV Weilheim seinen 170. Geburtstag. Das Geschenk dazu gab es quasi schon vorweg: In einer Feierstunde im Casino das Bayerischen Yacht-Clubs Starnberg überreichte der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann dem größten Sportverein des Landkreises die Sportplakette des Bundespräsidenten.

„Auf diese Auszeichnung sind wir natürlich sehr stolz“, freute sich TSV-Präsident Dieter Pausch, der zusammen mit seinen beiden Stellvertretern Eva-Maria Schweiger und Uwe Beekmann sowie Weilheims Bürgermeister Markus Loth die Plakette entgegennahm. Diese wird nur an Vereine verliehen, die sich mit ihrem langjährigen Wirken besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sports erworben haben. „Unsere kleine Delegation hat sie nur stellvertretend für den ehrenamtlichen Einsatz unserer Übungsleiter, Trainer und Abteilungsverantwortlichen in Empfang genommen“, ergänzte Pausch.

„Aktuell werden allein von den Übungsleitern jährlich über 20 000 Stunden geleistet“, führte Pausch aus. Der Vereinschef freute sich zudem sehr darüber, dass der Weilheimer Rathauschef bei der Ehrung mit dabei war. „Wir schätzen das sehr, denn es zeigt die gute Zusammenarbeit der Stadt mit dem TSV in den letzten Jahrzehnten“, so Pausch. Viele lobende Worte fand auch der Innenminister bei seinem Grußwort an die 27 anwesenden Vereinsvertreter aus ganz Bayern, die im direkt am See gelegenen Casino des Yacht-Clubs die Sportplakette erhielten.

„Über den Sport finden Menschen zueinander. Vereine sind ein Stück Heimat“, erklärte Herrmann. „Junge Menschen lernen dort den Umgang mit Sieg und Niederlage“, sieht der Innenminister in den Sportvereinen eine Schule fürs Leben. „Wenn wir nur ein paar Profivereine hätten, wäre es mit dem Sport nicht weit her“, brach der Minister eine Lanze für die ehrenamtlich geführten Vereine, in denen ein Großteil der 4,4 Millionen Bayern Sport treiben.

„Ehrenamtliches Engagement ist gerade heute sehr wichtig“, ergänzte der Minister – der den Termin in Starnberg im Vergleich zu den Hochwasser-Nachrichten aus dem Freistaat als erfreulich empfand. Die Flut macht auch vor den Vereinen nicht halt. „In einigen Orten steht das Sportleben bis auf weiteres still.“ Das heftige Gewitter während der Feierstunde verlieh dieser Aussage des Ministers besonderen Nachdruck. Ungeachtet dessen nahm er sich nach der Ehrung, durch die „Abendschau“-Moderator Roman Roell kurzweilig führte und zu der die Danzlmusikgruppe „Boarisch Roas“ den musikalischen Rahmen beisteuerte, bei einem Imbiss viel Zeit, sich mit den Vereinsvertretern auszutauschen.

Roland Halmel

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