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Vorführung im Schockraum mit von links: Conni Heubach und Antonia Lagutin (Mitarbeiterinnen der Notaufnahme), Anna Schweinberger (Assistenzärztin für Chirurgie), Thomas Schäfer (Leiter der Notaufnahme), die Chefärzte Dr. Thomas Löffler und Dr. Andreas Knez und die Test-Patientin Jasmin Schrödl.

Standardisiertes Vorgehen

Weilheimer Klinik nun Traumazentrum

Weilheim - Die Versorgung von Schwerverletzten erfolgt im Weilheimer Krankenhaus nun nach neuen,  standardisierten Kriterien. Voraussetzung für ein Traumazentrum.

Wenn die „Integrierte Leitstelle Oberland“ (ILS) im Weilheimer Krankenhaus Schwerverletzte ankündigt, dann setzt sich dort eine Maschinerie nach exakten Vorgaben in Gang, Vorgaben, die standardisiert und strukturiert. sind und den Anforderungen an ein zertifiziertes lokales Traumazentrum entsprechen.

Jeder im Notfall-Team weiß exakt, wo er im Schockraum zu stehen, hat, welchen Handgriff er wie und wann zu erledigen hat. Damit soll zum einen wertvolle Zeit bei der Versorgung der Patienten gewonnen werden, zum anderen aber auch nichts übersehen werden. Denn manchen Unfallopfern sei auf den ersten Blick nicht anzumerken, wie schwer sie in Wirklichkeit, zum Beispiel an der Wirbelsäule, verletzt sind.

„Wir können inzwischen die meisten Dinge versorgen“, so Dr. Thomas Löffler, Chefarzt für Unfallchirurgie und Orthopädie der Krankenhaus GmbH. Das sei das Ergebnis einer „konsequenten und kontinuierlichen Weiterbildung der an der Schwerverletzenversorgung beteiligten Mitarbeiter“. Und das hat das Krankenhaus nun auch schwarz auf weiß. Es wurde nach erfolgreicher Bewertung als lokales Traumazentrum in das „Traumanetzwerk München-Oberbayern Süd“ aufgenommen. Neben den rund 25 lokalen Traumazentren gibt es drei überregionale, darunter die Unfallklinik in Murnau. Mit Murnau, so Löffler, arbeite Weilheim im Notfall bei Verlegungen zusammen: „Das funktioniert perfekt.“

Das Weilheimer Krankenhaus bietet seit Juli dieses Jahres somit die Voraussetzungen dafür, dass für lebensgefährlich verletzte Unfallopfer „eine bestmögliche 24-Stunden-Versorgung gewährleistet ist: sieben Tage die Woche, 365 Tage im Jahr“, wie es in einer Pressemitteilung des „Traumanetzwerks“ heißt. „Wir schließen eine wichtige Lücke, den Patienten kann künftig schneller geholfen werden“, so Löffler. Lange Transporte seien nicht mehr notwendig. Die flächendeckende Versorgung von Schwerverletzten werde durch enge Kooperationen zwischen den Häusern gesichert. „Die Zertifizierung bestätigt die Qualität unserer Schwerverletzenversorgung“, so Thomas Lippmann, Geschäftsführer der GmbH.

Laut Löffler beginnt die Behandlung nach den Standards eines Traumzentrums nicht erst im Schockraum des Krankenhauses, auch Rettungsdienste und Pforte sind einbezogen. „Es wurden Übungen gemacht, natürlich unangemeldet“, so der Chefarzt. Dabei kamen Puppen ebenso zum Einsatz wie auf Unfallopfer geschminkte Mitarbeiter.

Die Mitarbeiter des Rettungsdienstes und des Krankenhauses sprechen jetzt auch eine gemeinsame Sprache. Jeder wisse bei der Übergabe der Patienten, welche Art der Verletzung mit der Bezeichnung A-, B- oder C-Problem gemeint sei.

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