An der Geistbühelstraße in Weilheim

Weitere Wohnblocks an der Geistbühelstraße

Weilheim - Während südlich der Pöltner Kirche bereits gebaut wird, legt „Wohnbau Scheurer“ Pläne für eine weitere Bebauung auf der westlich angrenzenden Wiese vor.

Rund um den denkmalgeschützten Stadel südlich der Pöltner Kirche wird zurzeit kräftig gebaggert: In fünf neuen Blöcken entstehen auf dem „Dietmayr-Anger“ in den nächsten Monaten rund 80 Wohnungen und ein Hotel mit 60 Betten.

Und „Wohnbau Scheurer“ plant bereits für sein nächstes Projekt – auf der westlich angrenzenden Wiese: In der Juni-Sitzung des Bauausschusses ging es nun erstmals konkret um weitere Bebauung entlang der Geistbühelstraße Richtung Bahnlinie. Laut „erster Planskizze“ will Scheurer dort, direkt im Anschluss an seine demnächst entstehenden Bauten, zwei weitere große, viergeschossige Wohnblöcke errichten (einen davon L-förmig). Zu zwei Dritteln sind darin Sozialwohnungen vorgesehen, das Vergaberecht bekommt laut Stadtbauamt für 20 Jahre die Stadt. Ein Drittel der Wohnungen wird vom Investor auf dem freien Markt verkauft.

Die nun vorgelegte Skizze übersteigt jedoch deutlich das Maß der Bebauung, die das Münchener Architekturbüro „Goldbrunner + Hrycyk“ 2014 im Auftrag der Stadt Weilheim in seiner „Machbarkeitsstudie“ für das Gesamt-Areal zwischen Pöltner Kirche und Bahnlinie vorgeschlagen hat. Demnach sollten die höchsten Gebäude in diesem Bereich nur dreistöckig (plus Dachgeschoss) sein, auch Reihenhäuser sind vorgesehen. Mehrere Gebäude sollen sich jeweils um Innenhöfe gruppieren.

Kleiner zu bauen sei Luxus angesichts der Wohnungssituation, so Zirngibl (CSU)

Das Stadtbauamt warb im Bauausschuss dafür, sich bezüglich Höhen und Gebäudestellungen an dieser Machbarkeitsstudie zu orientieren. Man müsse bei der Diskussion über die vorliegenden Pläne Scheurers „auch ein bisschen die zukünftige Stadtentwicklung im Blick haben“, sagte Stadtbaumeisterin Andrea Roppelt. Auch Manfred Stork, Leiter der Bauverwaltung im Rathaus, fand wichtig, das Ganze „städtebaulich zu sehen, unabhängig von Sozialwohnungen“.

Denn auf Letztere sprangen einige Stadträte besonders an. Kleiner zu bauen und auf Wohnungen zu verzichten, das „wäre Luxus angesichts der Wohnungssituation in Weilheim“, sagte Stefan Zirngibl (CSU). Auch sein Parteifreund Klaus Gast fand viergeschossige Bauten dort „in Ordnung“ – denn „der Bedarf ist da“. BfW-Stadträtin Brigitte Holeczek differenzierte jedoch: Für Sozialwohnungen sei ein viergeschossiger Bau „okay“, doch bekomme der Investor ja „durch die Hintertür auch ein zusätzliches Geschoss für frei verkäufliche Wohnungen“. Darüber müsse man diskutieren und das Thema deshalb vertagen. Um Zurückstellung bat auch Grünen-Sprecher Alfred Honisch: Das Bauamt solle beim nächsten Mal genau „die Höhenentwicklung aufzeigen“. So entschied der Bauausschuss mit acht zu eins Stimmen, das Thema zurückzustellen.

Rubriklistenbild: © dpa

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