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Mal andächtige Stille, mal fröhliche Stimmung herrschte in der Stadthalle beim 26. Weilheimer Herbstsingen.

26. Herbstsingen in Weilheim

Musik, die ins Ohr und zu Herzen geht

Weilheim - Gruppen aus Nah und Fern begeisterten am Samstag bei „Da Summa is uma“ in der voll besetzten Stadthalle.

Mit einer flotten Weise stimmten die „Hinterberger Musikanten“ aus Oberhausen am Samstagabend die Besucher in der voll besetzten Stadthalle auf einen gemütlichen Abend mit echter Volksmusik ein. „Lieder und Weisen stimmen wir heut’ an, dass jeder a Freud dran haben kann“, so kündigte Elisabeth Rehm – die unterhaltsam mit Gedichten und Anekdoten durch den Abend führte – das 26. Herbstsingen, veranstaltet vom Heimat- und Trachtenverein Weilheim, an. Gleich zu Beginn wurde Organisatorin Rosemarie Schmid geehrt: „Ohne ihren unermüdlichen Einsatz könnte das Herbstsingen nicht stattfinden. Sie hat immer viele gute Musikanten nach Weilheim geholt“, lobte Rehm und überreichte Schmid einen Blumenstrauß.

Still wurde es im herbstlich geschmückten Saal, wenn die Musikanten ihre Lieder sangen. Mit dabei waren die „Tölzer Geigenmusi“, die „Geschwister Köstler“ aus Tegernsee, die „Resthofer Zithermusi“ aus Huglfing, die „Ammerpfeifflan“ aus Unterammergau, die „Ramsauer Sänger“, drei Brüder aus dem Berchtesgadener Land, die, so Rehm, „nicht nur eine Ohren- sondern auch eine Augenweide“ waren, und der „Familiendreigsang Rehm“ aus Garmisch-Partenkirchen. Die Sänger und Musikanten erfreuten mit Liedern wie „Da Summa is aussi“, „Auf de boarischen Alma“, „Wisst’s, wo mei Hoamat is“, aber auch mit Liebesliedern wie „Aufs Gassl bin i ganga“, flotten Märschen und ruhigen Weisen die Besucher. Die Melodien gingen nicht nur ins Ohr, sondern auch zu Herzen – wohl jeder spürte dabei ein Gefühl von Wärme und Heimatverbundenheit.

Am weitesten angereist war der „Gruber Zwoagsang“. Das Ehepaar Lisl und Ferdl kam aus dem Brixental und brachte Stimmung und Frohsinn in den Saal. Beim nicht ganz ernst gemeinten „Wallfaschtn“ sangen alle den Refrain mit. Mitreißend auch Waggi Rehm, der gemeinsam mit den Besuchern kurz vor der Pause einen Jodler zum Besten gab. Voll unverfälschter Volksmusik ging es im zweiten Teil weiter, ehe sich der „Familiendreigsang Rehm“ mit „Guate Nacht“ vom begeistert klatschenden Publikum verabschiedete.

Rosemarie Schmid bedankte sich am Ende für die Treue des Publikums. „Die Idee ist vor 25 Jahren so gut angekommen, das war immer Motivation für mich, weiterzumachen. Ich wünsche euch eine schöne Zeit und gute Gesundheit bis voraussichtlich zum 14. Oktober 2017, wenn wir uns zum Herbstsingen wieder treffen“. Doch bis dahin ist noch lange, dachten sich die Besucher, und so wurden die Musikanten erst nach mehreren Zugaben entlassen.

Text: Inge Beutler

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