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Mit Radl, Kinderwagen oder zu Fuß waren die Teilnehmer der Wanderung gekommen, um sich ein Bild vom Verlauf der Osttrasse zu machen, die der Stadtrat 2009 favorisierte. Links mit Hut: BI-Sprecher Dr. Oskar Handow.

Informationsspaziergang zu den Folgen der Osttrasse

Der Umfahrung auf der Spur

Weilheim - Bürgerinitiative „Heimat2030“ lud zu Informationsspaziergang ein - inzwischen wurden 2000 Unterschriften gegen die Verwirklichung der Osttrasse gesammelt.

Zu einem Wandertag der etwas anderen Art brachen am vergangenen Samstag rund 200 Weilheimer und Weilheimerinnen, unter ihnen drei Stadträte, mit Kind und Kegel auf. Sie kamen einer Einladung der Bürgerinitiative „Heimat2030“ nach, die gegen die Verwirklichung der Osttrasse im Zuge einer Umfahrung Weilheims kämpft. Bei dem rund zweistündigen Spaziergang informierte sie darüber, welche Folgen der Bau dieser Straße aus ihrer Sicht für die Natur hätte.

Die Ostvariante mit einem 400 Meter langen Tunnel durch das Gögerl war vom Stadtrat im Jahr 2009 als Vorzugsvariante für eine Umfahrung Weilheims ausgesucht worden. Sie würde vom Kreisel-Süd von der B 2 durch das Gögerl und dann parallel zum Narbonner Ring Richtung Dietlhofer See verlaufen, wo sie wieder auf die B 2 einschwenkt. Vor wenigen Wochen wurde das aktuell auf 35 Millionen Euro geschätzte Projekt in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans (BVWP 2030) aufgenommen. Dieser soll im Herbst vom Bundeskabinett verabschiedet werden.

Station gemacht wurde bei dem Informationsspaziergang, der vom Dietlhofer See zum Sportplatz am Zotzenmühlweg führte, an drei Plätzen, die besonders von der Umfahrung betroffen wären. So erläuterte Dr. Helmut Herrmann vom Bund Naturschutz die Toteismulden am Dietlhofer See, Marcus Reichenberg das Biotop am Tennisplatz und Dr. Giselher Propach das Gögerl. Laut Dr. Oskar Handow von der BI hatten die Teilnehmer viele Fragen. „Man merkte, wie wenig konkrete Informationen viele Leute haben“, so Handow.

Die BI „Heimat2030“ spricht sich laut Handow auch gegen ein Westumfahrung aus: „Dort ist der Schaden genauso groß wie im Osten“. Vorstellbar wäre höchstens die Unterfahrung der B 2. Die BI hat inzwischen rund 2000 Unterschriften gegen eine Ostumfahrung gesammelt, weitere 600 hat die Marnbacher Initiative gegen diese Straße schon beisammen. Die Unterschriften sollen Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) überreicht werden. Der war zwar auch zu dem Informationsspaziergang eingeladen, kam aber nicht.

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