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Irmgard Buttner war mit 89 Jahren die älteste Teilnehmerin. Sie eröffnete den Reigen  mit einem Gedicht.

Stadtwette auf dem Weilheimer Marienplatz

Wette verloren – und alle haben gewonnen

Weilheim - Mit Musik, Gesang und Poesie wurde am Freitag das 40-jährige Bestehen der Weilheimer Fußgängerzone weitergefeiert. Und weil die CSU ihre Stadtwette verlor, gab es eine spektakuläre Abseil-Aktion vom Kirchturm.

Die jüngsten Teilnehmer: Ida (7) und Konstantin (3) sangen "Der Mond ist aufgegangen".

 Der Soundcheck auf der Bühne vor dem Museum war weithin zu hören, ehe Sängerin „Lisa“ die vielen Besucher am Freitagabend vorab mit zwei Songs erfreute. Pünktlich um 17 Uhr ging es los. „Die Bühne ist offen“, animierte Moderator Martin Wagner die Weilheimer, bei der Stadtwette mitzumachen. Dazu stellte er in einem Behältnis 40 Tennisbälle auf. „Davon bekommt jeder Teilnehmer einen. Wenn alle Bälle vergeben sind, heißt es für mutige Weilheimer Promis: Abseilen vom Kirchturm“, verriet der Moderator.

Dieses Versprechen spornte die Teilnehmer an, die sich zu Beginn des Abends fleißig in die Liste eintragen ließen. Mit ihrem Gedicht „Die Rose“ eröffnete Irmgard Buttner, mit 89 Jahren die älteste Teilnehmerin, die Wette. Dann ging es Schlag auf Schlag: Die Hardtschulkinder präsentierten den „Hardtschul-Song“, es folgten zahlreiche Teilnehmer mit Gedichten, Prosa und Musik – wie Krankenhausarzt Dr. Thomas Löffler, der mit einem flotten Boogie-Woogie Stimmung machte.

40 Jahre Fußgängerzone: Stadtwette und Tag des Sports

Auch die Jüngsten wollten dabei sein. Ida (7) und Konstantin (3) schmetterten „Der Mond ist aufgegangen“ in die Menge. „Wir haben kein Lampenfieber, denn die Mama ist ja dabei“, sagte Ida, die sich wie Konstantin über einen Eisgutschein als Belohnung freute. Wenn auch nicht jeder Beitrag künstlerisch wertvoll war, war es doch eine Riesengaudi. Als dann gegen 20 Uhr die Stadtkapelle aufmarschierte und zünftig aufspielte, sicherten bereits Helfer von THW und Alpenverein den Kirchturm. Im Publikum wurden „Angie, Angie“-Rufe laut. Sie galten Weilheims 3. Bürgermeisterin Angelika Flock, die die Besucher für den „Abseilakt“ auserkoren hatten. „Ich werde mir das Ganze erstmal anschauen“, meinte sie, ehe sie, ausgerüstet mit Helm und Gurten, den Turm erklomm.

Abgesichert von Alpenvereinsmitglied und Arzt Dr. Jürgen Brüderle, machte CSU-Stadträtin Marion Lunz-Schmieder eine gute Figur beim Abseilen, gefolgt von Pirmin Mohr, Martin Wagner, Lothar Poguntke und Ingo Remesch. Letzterer winkte den Neugierigen unten fröhlich zu und machte den oben Wartenden Mut: „Hey, wir schaffen das“. Gut gesichert von Alpenvereinsmitglied Gerald Ott, schwebte schließlich Angelika Flock langsam gen Boden, wo sie von Ehemann Dr. Karl Flock mit einer Umarmung belohnt wurde. Weitergefeiert wurde dann am Marienplatz, wo „Lisa & Band“ mit ihren Songs unterhielt.

Inge Beutler

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