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Einen Geschichtsrückblick spielten, sangen und tanzten die Kinder auf der Bühne. 

100 Jahre Kinderbetreuung in Wessobrunn 

Agiler und moderner Jubilar

Wessobrunn -  300 Besucher waren in die Mehrzweckhalle gekommen, um 100 Jahre Kinderbetreuung in Wessobrunn zu feiern.  Der Festzug fiel jedoch ins Wasser.

Knapp 9200 Einrichtungen zur Kinderbetreuung gibt es aktuell im Freistaat Bayern. Die wenigsten davon dürften auf eine so lange Geschichte zurückblicken wie die in Wessobrunn. Vor 100 Jahren gab es in der Klostergemeinde erstmals eine geregelte Nachwuchsbetreuung, in einer „Kinderbewahranstalt“ – der Name „Kindergarten“ war da noch nicht erfunden. Dieser Geburtstag wurde am Sonntag gefeiert. „Für 100 Jahre ist unser Kindergarten fit, agil und höchst modern“, lobte Bürgermeister Helmut Dinter bei der Feierstunde in der Mehrzweckhalle den „Jubilar“.

„Die Kinder werden hier nicht nur betreut, sie bekommen auch einiges beigebracht“, ergänzte Dinter, der die Festgäste am Eingang persönlich begrüßte. Das war möglich, weil sie aufgrund des wegen Regens ausgefallenen Festzugs nach und nach in die Halle strömten. Dort wartete auf die gut 300 Festgäste ein umfangreiches Programm. Nach dem Weißwurstfrühstück, zu dem die Trachtenkapelle Wessobrunn aufspielte, und den Grußworten sorgten die Kinder mit ihrer Aufführung für gute Laune. „Dafür haben sie auch drei Wochen intensiv geübt“, berichtete Kindergartenleiterin Christina Claus über den gesungenen und getanzten Geschichtsrückblick der Knirpse. Großes Schmunzeln unter den Besuchern löste die „Kopie“ von Bürgermeister Dinter aus, die mit schlohweißer Perücke und Vollbart gut zu identifizieren war.

Neben dem aktuellen Rathauschef weilten auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß sowie Dinters Vorgänger Hertha-Brigitte Lang, Klaus Papenfuß und Konrad Hölzl unter den Ehrengästen. Letzterer blickte auf die Anfänge der Kinderbewahranstalt im Jahre 1916 zurück. „Sie war damals ein großer Segen für die Bevölkerung“, sagte Hölzl, der danach den Bogen zu den 1970er Jahren spannte, als die Gemeinde die Trägerschaft von den Benediktiner-Schwestern übernahm. Die Benediktinnerinnen waren auch danach noch lange eng mit der Geschichte des Kindergartens verbunden.

Schwester Andrea Metternich, die wie einige ihrer Mitschwestern zur Feierstunde gekommen war, leitete die Einrichtung bis 1996, die zehn Jahre zuvor in die Räumlichkeiten an der Schmuzerstraße umgezogen war. „Der Bau der Kindergartens war damals ein finanzieller Kraftakt“, erinnerte Hölzl an das 900 000-Mark-Projekt, bei dem viele Arbeiten in Eigenleistung erledigt wurden.

Großes Engagement zeigt auch das aktuelle Kindergartenteam – nicht nur bei der Vorbereitung und Durchführung der Jubiläumsfeier, die mit einem Festgottesdienst am Morgen eingeläutet wurde. Für die liebevolle Betreuung der Kinder gab es dafür auch vom Elternbeirat ein großes Dankeschön in Form eines Sonnenschirms mit Gutscheinen und den Handabdrücken der 60 Mädchen und Buben aus der „Bärenhöhle“. Dorthin ging es dann auch nach Kaffee und Kuchen zum Abschluss der Feierlichkeiten, zu einem Tag der offenen Tür mit einer Fotoschau über 100 Jahre Kinderbetreuung in Wessobrunn.

Roland Halmel

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