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Mit einem Bagger haben zwei Arbeiter einem Hang in Paterzell schwer zugesetzt.

Paterzell

Bürgermeister erzürnt: Hang einfach abgegraben

Paterzell - Bürgermeister Dinter ist erzürnt über nicht genehmigte Arbeiten an einem Hang. Die Folgen für die Natur seien „noch nicht absehbar“.

Helmut Dinter kann es nicht glauben. In Paterzell haben Bauarbeiter angefangen, einen Hang abzutragen. Mit einem Bagger gruben sie sich oberhalb des Quellenwegs in eine Wiese. „Wir sind erschüttert, dass man so etwas macht“, sagt der Wessobrunner Bürgermeister.

Dinter war von Zeugen informiert worden, die die Arbeiten beobachtet hatten. Daraufhin fuhr der Rathauschef am Dienstag direkt zum Ort des Geschehens. Dort traf er zwei Arbeiter an, die mit ihrem Bagger im Einsatz waren. Er rief die Polizei zu Hilfe, die mit einer Streife vorbeikam, um einen Baustopp durchzusetzen. „Da war Eile geboten.“ Außerdem informierte Dinter das Landratsamt, das sich des Falls annahm. Die Behörde gibt zu dem Vorgang keine Auskunft, verweist auf den Datenschutz. „Der Verursacher hat Anspruch auf vertrauliche Behandlung des behördlichen Vorgangs“, heißt es auf Nachfrage. Dinter betont, dass keine Genehmigung für Arbeiten an dieser Stelle vorliegt. „Ich bin schockiert. Die ganze Rasennarbe ist aufgebrochen worden“, sagt er. Der Rathauschef befürchtet, dass diese Schäden sogar zu einem Hangrutsch führen könnten. „Die Folgen sind noch nicht absehbar.“

Dinter ist sich sicher zu wissen, wer die Arbeiten zu verantworten hat – und zwar ein Ehepaar, das ein Haus in Paterzell besitzt und dem der Grund gehört. Warum es den Auftrag erteilt hat, den Hang abzutragen, weiß Dinter nicht. Schon in der Vergangenheit hatte es Ärger mit dem Paar gegeben. „Sie meinen, sie haben da Eigentum und können machen, was sie wollen“, sagt Dinter. So gebe es auf dem Grundstück einen gewidmeten Weg, der für die Öffentlichkeit zugänglich sein muss – das Paar beantragte die Verlegung des Wegs, wollte seinen Grund einzäunen lassen. Ohne Erfolg. Diese Diskussionen seien aber noch harmlos im Vergleich zu dem gewesen, was nun geschehen ist. Dinter hofft, dass die Schäden irgendwie wieder behoben werden können. „Unser Interesse ist“, sagt Dinter, „dass der Hang wieder so hergestellt wird, wie er war.“

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