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Verabschiedet wurden bei der BI (von links) Susann Enders und Romana Asam, deren Aufgaben von Gerhard Weber und Dr. Andreas Karrer übernommen wurden, rechts die Kassenprüfer Martina Schwalb und Wolfgang Restle. 

„Verein zum Erhalt des Oberlandes“

Neuer Vorsitzender, neue Ziele

Paterzell - Neuer Vorsitzender, neue Ziele. Der „Verein zum Erhalt des Oberlandes“ will sich um Verkehr und Kulturdenkmäler kümmern.

Eine Neuausrichtung des „Verein zum Erhalt des Oberlandes“ kündigte Gerhard Weber an, nachdem er bei der Hauptversammlung in Paterzell einstimmig zum Vorsitzenden gewählt worden war. Er folgt Romana Asam nach, die ebenso wie Susann Enders aufgrund der Unvereinbarkeit der Tätigkeit mit ihrem politischen Mandat in Stadt- und Kreisrat nicht mehr kandiderte.

Weber will den Verein, der aus der geothermiekritischen „Bürgerinitiative für das Oberland“ (BifO) hervorgegangen ist, breiter aufstellen. Seine Ziele seien, so Weber in seiner Antrittsrede, künftig auch den Erhalt von Kulturdenkmälern und die Verkehrsplanung in der Region in die Liste der Ziele aufzunehmen. Der Verein werde sich unter anderem mit dem Ausbau der B 2 beschäftigen und sich für den ÖPNV einsetzen. So sollten zum Beispiel Bahnhöfe erhalten bleiben und die Empfangsgebäude nicht verkauft werden.

Die Geothermie soll nach Vorstellung des neuen Vorsitzenden fester Bestandteil der Vereinsarbeit bleiben. Nachdem das Kraftwerk in der Lichtenau nicht mehr zu verhindern sei, müsse sich der Verein nun auf die kritische Begleitung des Baus und die Umweltverträglichkeit der Anlage konzentrieren.

Als weiteres Ziel hat sich Weber gesteckt, Mitglieder zu gewinnen. Derzeit sind es 43, zur Hauptversammlung waren elf erschienen. Weber: „Jeder soll sich einbringen – und auch andere mitbringen.“

In offener Abstimmung waren auch die anderen Vorstandsmitglieder gewählt worden. Stellvertretende Vorsitzende ist Ulrike Seeling, Schriftführer Dr. Andreas Karrer und Kassier Hermann Gerold. Kassenprüfer sind Martina Schwalb und Wolfgang Restle. Alle Wahlergebnisse waren einstimmig. In der anschließenden Diskussionsrunde wurde unter anderen der Politik ein Versagen vorgeworfen. Immer mehr Entscheidungen würden nach oben – auf Bundes- oder Europaebene – abgegeben, so dass die Bürger vor Ort nichts mehr zu sagen hätten. Weber sieht hier eine Entwicklung, die „in die falsche Richtung läuft“.

Alfred Schubert

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