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Auf der Staatsstraße 2072 zwischen Ascholding und Tattenkofen ereignete sich am Montagabend der schwere Unfall. Ein 17-jähriger Dietramszeller starb. 

Er starb bei einem Unfall am Montag

Kollision mit Porsche: Trauer um 17-Jährigen

Dietramszell - Ein Jugendlicher ist bei einem Motorradunfall in Dietramszell ums Leben gekommen. Er war frontal mit dem Porsche eines Grünwalders (70) zusammengestoßen. In seiner Heimat herrscht tiefe Trauer.

Am Tag danach sind die Spuren des Unfalls so gut wie beseitigt. Der Verkehr rollt normal auf der Staatsstraße 2072 in Dietramszell (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen), wie immer wird viel überholt. Nur die Reifenspuren im angrenzenden Feld und die farbigen Markierungen der Unfallgutachter deuten darauf hin, dass sich auf dieser Straße in der Nähe einer Kapelle am Montagabend ein schrecklicher Unfall ereignet hat. Es war gegen 18.45 Uhr, als der 17-jährige Dietramszeller Paul P. auf seinem Leichtkraftrad frontal mit einem Porsche Carrera zusammenstieß. Der Jugendliche starb noch an der Unfallstelle – knapp zwei Monate nach seinem 17. Geburtstag.

Den genauen Unfallhergang untersucht die Staatsanwaltschaft München II. Gegen den Porschefahrer, einen 70-jährigen Mann aus Grünwald (Landkreis München), wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt. Man gehe davon aus, dass der Porschefahrer den Unfall verursacht hat, erklärt die Polizei auf Nachfrage. Der Grünwalder war demnach aus Richtung Bad Tölz kommend nach Norden unterwegs, der Jugendliche kam ihm entgegen. Warum Krad und Porsche an der übersichtlichen Stelle in einer lang gezogenen Kurve frontal ineinanderrasten, ist unklar. Die Polizei sucht nun Augenzeugen. Der Grünwalder kam mit einem Schock in die Wolfratshauser Kreisklinik. Die Fahrzeuge haben nur noch Schrottwert, der Schaden liegt im fünfstelligen Bereich.

Viele kannten den 17-Jährigen in Ascholding und Tattenkofen

In den nahegelegenen Ortschaften Ascholding und Tattenkofen herrscht tiefe Trauer. Viele haben den verunglückten 17-Jährigen gekannt. Er war in Dietramszell zur Schule gegangen und danach als Fliesenleger tätig. Ein sportlicher junger Mann, der sich laut Facebook für Eishockey und Fußball interessierte.

Nach dem Unglück wird im Ort die Forderung nach Konsequenzen laut: Bereits im August hatte es auf der Staatsstraße einen tödlichen Unfall gegeben (wir berichteten). Etwa einen Kilometer weiter nördlich starb im August ein 28-jähriger Motorradfahrer aus München. Ein 76-jähriger BMW-Fahrer aus dem Landkreis München hatte ihn kurz vor Ascholding beim Überholen eines Lkw übersehen. Der Motorradfahrer und sein Sozius, ein zehnjähriger Bub, wurden bei dem Zusammenstoß ins Feld geschleudert. Der 28-Jährige starb wenige Stunden später im Unfallklinikum. Angehörige haben ein kleines Holzkreuz mit Fotos am Straßenrand aufgestellt, um an ihn zu erinnern. Laut Polizei ist die Strecke aber kein Unfallschwerpunkt: Sie sei übersichtlich und klar gekennzeichnet. Die Unfallkommission will sich die Strecke jetzt noch einmal genauer ansehen.

Tödlicher Unfall bei Ascholding: Bilder der Unfallstelle

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