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Sender und Empfänger: Dank des schwarzen Kastens kann man auf dem Smartphone in Geretsried ab sofort kostenlos im Internet surfen. Das Angebot stellten (v. li.) EDV-Leiter Thomas Plathe, Bürgermeister Michael Müller und Büchereileiter Björn Rodenwaldt vor.

Klicken und Surfen

Freies WLAN: Geretsried bekommt Internet-Hotspots

Geretsried – Die Stadt bietet ab sofort kostenloses WLAN an. Für den Login ist keine Anmeldung notwendig. Wo sich die Hotspots befinden und wo noch welche gebaut werden sollen, erklärte jetzt die Stadt.

Das neue Angebot ist unsichtbar: Die Stadt stellt im öffentlichen Raum ab sofort kostenlose Internetzugänge über das WLAN-Funknetz zur Verfügung. Jeder, der ein Laptop, Tablet oder Smartphone hat, kann das Angebot ohne Registrierung nutzen – vom Abruf der E-Mails bis zum Abspielen von Videos. Am Dienstag schaltete Bürgermeister Michael Müller das Angebot frei.

Zunächst gibt es drei so genannte „Hotspots“, also Orte, an denen das Angebot verfügbar ist: In der Stadtbücherei und dem Jugendzentrum Saftladen an der Adalbert-Stifter-Straße, rund um das Rathaus am Karl-Lederer-Platz und ab 1. Dezember an der Seniorengaststätte beim Isarau-Stadion an der Jahnstraße. „Damit haben wir alle Generationen abgedeckt“, sagte Müller. Weitere Ausbaustufen sollen folgen: zum Beispiel am Neuen Platz und dem Geltinger Dorfplatz.

Im Landkreis gibt es immer mehr Online-Hotspots. Privatanbieter wie Vodafone und Telekom haben ein dichtes Netz. Und die Stadt Wolfratshausen bietet in der Innenstadt seit etwa zwei Jahren kostenloses WLAN an. In Geretsried „ziehen wir nach, was heute Stand der Technik ist“, sagte Müller. Bisher sei man zurückhaltend gewesen, weil die Haftungsfrage bei Missbrauch kritisch war. Vor Kurzem wurde dann das Gesetz angepasst.

Per Knopfdruck auf einem schwarzen Kasten startete Müller das WLAN-Netz in der Stadtbücherei. Kleine Sender verstärken das Signal im Haus. Auf den Handys erscheint in der Netzwerkliste nun der unverschlüsselte Anschluss „Open Geretsried“. Nach einem Klick öffnet sich ein Fenster des Anbieters „Hotsplots“, mit dem die Stadt zusammenarbeitet. Die Berliner Firma übernimmt auch alle Haftungsfragen. Die Stadt zahlt dafür laut Bürgermeister monatlich einen „überschaubaren“ zweistelligen Betrag. Der Nutzer muss per Klick noch den Nutzungsbedingungen zustimmen, dann geht es los. An jedem Hotspot steht eine Bandbreite von 16 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Das entspricht dem heute üblichen Hausanschluss. Bei gleichzeitigem Betrieb mehrerer Geräte teilt sich die Bandbreite auf. „Man kann das Netz frei, ohne Zeitbegrenzung und auch nachts nutzen“, so der städtische EDV-Leiter Thomas Plathe.

dor

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