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Platz für 200 Zuschauer: Im ersten Kino am Hirschenweg gab es neben Film- auch Theateraufführungen. 

Dir. Schiwago im Scala

1952 eröffnete das erste Geretsrieder Kino

Geretsried - Es hieß Scala und war das erste Geretsrieder Kino. 1952 öffnete das Lichtspielhaus seine Pforten.

Schon in Silberbach bei Graslitz führten Anna und Johann Hoyer bis zur Vertreibung ein Kino. Was lag also näher, als auch in Geretsried in das Geschäft mit den laufenden Bildern einzusteigen? 1952 eröffnete das Ehepaar ein Lichtspielhaus in einem Bunker am Hirschenweg, in einem ehemaligen Versand-Gebäude aus der Zeit der Rüstungswerke.

Wie Hobbyhistoriker Franz Rudolf berichtet, bot das Holzgestühl im ersten Geretsrieder Kino Platz für gut 200 Zuschauer. Vor der Leinwand gab es eine Art Bühne. „Auf dieser Bühne wurden manchmal Veranstaltungen wie kleine Theateraufführungen und Ähnliches angeboten“, so Rudolf. Gisela Pratschler (die Tochter von Anna und Johann Hoyer) erinnert sich, dass dort auch die Volksschauspieler Erni Singerl und ihr Partner Beppo Brehm Gastspiele gaben.

1960 wurde der Kinobetrieb an Martha und Theodor Herrmann verkauft. Theodor Herrmann war wie Johann Hoyer ausgebildeter Filmkaufmann und stammte aus dem Sudetenland. Die beiden Bauer-Projektoren ermöglichten einen weitestgehend störungsfreien Betrieb. Gezeigt wurden Filme wie „Dr. Schiwago“ und „Spiel mir das Lied vom Tod“.

1959 starb Theodor Herrmann. Sein Neffe Peter Krause betrieb das Kino bis zum Verkauf im Jahr 1979 zusammen mit seiner Mutter weiter. Dann wurde es abgerissen. Heute stehen auf dem Grundstück zwei Wohnhäuser mit Arztpraxen. 

nej

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