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Das Kulturherbst-Zelt.

Stadt will keine Ticketpreise erstatten

Kulturherbst: Programmteile sollen nachgeholt werden

Geretsried – Die Stadt Geretsried wird den Bürgern, die bereits Karten für den Kulturherbst gekauft haben, das Geld nicht zurückerstatten. Sie will sich aber dafür einsetzen, dass Teile des Programms nachgeholt werden.

In nicht öffentlicher Sitzung befasste sich der Stadtrat am Dienstagabend mit dem geplatzten Kulturherbst. Wie berichtet hat der Veranstalter Florian Zwipf-Zaharia das Festival abgesagt und angekündigt, mit seiner Firma, der cultus-production GmbH, Insolvenz anzumelden. Die Stadt Geretsried führt nun Gespräche mit möglichen Ersatz-Veranstaltern, teilte Pressesprecher Thomas Loibl am Mittwoch mit. Aus kommunalrechtlichen Gründen dürfe sie selbst nicht als solcher auftreten. „Ziel ist, einzelne Veranstaltungen des abgesagten Kulturherbsts zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen. Die Stadt wird dabei finanziell unterstützen.“ Dies, so Loibl, habe der Stadtrat einvernehmlich entschieden.

„Viele Bürger haben sich – so wie wir alle – auf den Kulturherbst 2016 gefreut und dafür teilweise viel Geld in die Hand genommen“, wird Bürgermeister Michael Müller in der Pressemitteilung zitiert. „Es darf nicht sein, dass wir sie alle im Regen stehen lassen. Ich hoffe, dass einige Veranstaltungen doch noch zustande kommen.“ Die finanziellen Ersatzansprüche gegen die cultus-production GmbH blieben von dieser Entscheidung unberührt. Alle Ansprüche sind – wie bereits von der Gesellschaft öffentlich kommuniziert – ab diesem Freitag, 30. September, an die E-Mail-Adresse zwipf@cultus-production.de zu richten. Auch die Stadt Geretsried prüft ihrerseits Ersatzansprüche gegen den Veranstalter.

Unberührt von den Planungen finden einige Veranstaltungen des Kulturvereins Isar-Loisach (KIL) wie geplant statt. „In welchem Umfang bespricht die Stadt derzeit mit den Verantwortlichen des Kulturvereins“, so Loibl. Weitere Informationen würden Interessierte direkt beim KIL erhalten.

Im öffentlichen Teil der Stadtratssitzung hatte Kulturreferent Hans Ketelhut erklärt, dass die Stadt an der Absage des Festivals keine Schuld treffe. „Wir sind die Gelackmeierten“, sagte er. Ketelhut glaubt auch nicht, dass die Gründe für die von Zwipf-Zaharia angekündigte Insolvenz allein in Geretsried liegen. Seines Wissens sei der Veranstalter für den Kulturherbst „kaum in Vorleistung gegangen“. Jetzt gelte es, zu retten, was noch zu retten ist, sagte Ketelhut, und bat seine Stadtratskollegen um Unterstützung.

sas

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