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Können auf Unterstützung hoffen: Der Vorsitzende des Tennisclubs Geretsried, Klaus Köhler (re.), und sein Stellvertreter Ingo Lutze.

Satzgewinn für den Tennisclub Geretsried

Die Existenz steht auf dem Spiel

Geretsried - Für den Tennisclub Geretsried geht es um die Existenz. Kann er das Geld für die Sanierung seiner Sandplätze nicht aufbringen, droht dem Verein das Aus. Doch die Stadt macht den mehr als 300 Mitgliedern Hoffnung.

Einstimmig empfahl der Sportausschuss am Dienstag dem Finanzausschuss, den TC Geretsried mit 42 000 Euro zu unterstützen. So viel Geld fehlt dem Verein, um sieben seiner zehn Sandplätze am Isardamm zu sanieren. Die endgültige Entscheidung fällt mit der Verabschiedung des Haushalts für das nächste Jahr.

Der Tennisclub besteht seit 1953 und nimmt unter den Sportvereinen in Geretsried eine Sonderstellung ein. Er ist der einzige, der nicht auf einem Gelände der Stadt trainiert und auch nie eine finanzielle Unterstützung von der Stadt bekommen hat. Das 10 000 Quadratmeter große Grundstück am Isardamm hat der Verein selbst gekauft. Mehr als 300 000 Euro wurde damals in die Herstellung der zehn Plätze investiert. Die letzte Generalüberholung fand 1990 statt. Eine Sanierung ist also längst überfällig. Dafür reichen aber die Eigenmittel des Vereins nicht aus.

Um den Spiel- und Trainingsbetrieb aufrechterhalten zu können, müssen mindesten sieben Plätze komplett saniert werden. Die Kosten belaufen sich auf zirka 115 000 Euro. 50 000 Euro hat der Verein in den vergangenen zehn Jahren angespart. 20 Prozent der Herstellungskosten würde der Bayerische Landesportverband beisteuern. Fehlen also noch rund 42 000 Euro. Ursprünglich gab es die Überlegung, dass der Verein der Stadt das Gelände überträgt. Dies hat sich aber offenbar zerschlagen. Stattdessen lag dem Sportausschuss am Dienstag ein Zuschussantrag über die 42 000 Euro vor. Als Chef der Verwaltung warb Bürgermeister Michael Müller (CSU) um Zustimmung. „Der Verein hat immer alles in Eigenleistung erbracht“, sagte Müller und fügte hinzu: „Nicht wie andere, die nur verlangen und hinterher meckern.“

Auch Grünen-Stadtrat Volker Witte und Sportreferent Wolfgang Werner (SPD) waren der Meinung, dass sich der TC Geretsried nach mehr als 60 Jahren eine Unterstützung verdient hat. Der einst „elitäre Club, bei dem man sich einkaufen musste“, so Werner, habe sich gewandelt. Er leiste „eine hervorragende Arbeit“ sowohl im Jugend- und als auch im Seniorenbereich. „Das ist gut angelegtes Geld“, meinte der Sportreferent.

„Unsere Sportart“, so schreibt auch der Vorsitzende Klaus Köhler in seinem Antrag, „hat sich zu einem Familiensport für alle Generationen entwickelt.“ Von den aktuell 316 Mitgliedern sind 92 Kinder und Jugendliche, die von fünf eigenen Trainern ausgebildet werden. Vier Jugendmannschaften haben in dieser Saison den ersten Platz belegt und steigen in die nächst höhere Spielklasse auf.

Woran der Verein offensichtlich noch arbeiten muss, ist seine Öffentlichkeitsarbeit. Freie-Wähler-Stadträtin Heidi Dodenhöft meinte, sie höre sehr wenig, was der Tennisclub zum öffentlichen Leben in der Stadt beitrage. „Aber das ist nur meine Wahrnehmung“, sagte sie. Laut Köhler bietet der TC allen Schulen kostenlose Übungsstunden an. Er beteilige sich am Ramadama, am Stadtlauf und an der Ferienpassaktion. Auch beim Geretsrieder Kinder- und Jugendtag an diesem Sonntag ist der Tennisclub wieder vertreten.

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