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Aus und vorbei: Nach der Pleite der Großmetzgerei Sieber müssen sich die Mitarbeiter umorientieren.

Schwierige Jobsuche

Sieber-Aus: Mitarbeiter finden nur schwer neue Jobs

Geretsried – Die ehemaligen Mitarbeiter der Firma Sieber sind auf der Suche nach neuen Jobs. Die Agentur für Arbeit in Rosenheim hilft ihnen dabei. Leicht wird es nicht, denn: Die meisten waren keine gelernten Metzger. Und über 45 Jahre alt sind sie im Regelfall auch.

80? 100? 120? Als sich die Pleite der Metzgerei Sieber andeutete, kursierten widersprüchliche Angaben über die Anzahl der betroffenen Mitarbeiter an der Böhmerwaldstraße. Erst nach und nach wurde klar: Es waren etwa 120. Die eine Hälfte war sozialversicherungspflichtig beschäftigt, die andere Hälfte bestand aus Mitarbeitern mit Werkverträgen.

Als Ende September Insolvenzverwalter Josef Hingerl die Kündigungen aussprechen musste, hatte sich ein Teil der Festangestellten schon umorientiert. Etwa 40 Mitarbeiter aus dem Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, aber auch aus benachbarten Landkreisen, wurden freigestellt. Einige Familien sind in prekäre Verhältnisse geraten, weil sowohl Mann als auch Frau bei Sieber gearbeitet hatten – mit einem Schlag war die Einkommensquelle für die ganze Familie weg.

Um diese 40, einst sozialversicherungspflichtigen Mitarbeiter kümmert sich seitdem die Agentur für Arbeit in Rosenheim. Wie Pressesprecherin Katharina Kristen mitteilt, haben sich die meisten der ehemaligen Sieber-Mitarbeiter inzwischen bei ihren jeweiligen Arbeitsagenturen arbeitslos gemeldet. Damit haben sie die Voraussetzung erfüllt, nach dem Insolvenzgeld jetzt das reguläre Arbeitslosengeld I zu erhalten. „Die Arbeitslosmeldung hat grundsätzlich immer bei der Agentur für Arbeit zu erfolgen, in deren Bezirk der Arbeitslose wohnt“, ergänzte Kirsten. „Das heißt: Manche haben sich auch in angrenzenden Agenturen arbeitslos gemeldet.“

Die Betroffenen bekommen nun schnellstmöglich einen Termin beim Arbeitsvermittler. Dort werden die persönliche Situation und die berufliche Qualifikation besprochen. Nach Einschätzung des Amts wird sich die Vermittlung schwierig gestalten. „Die meisten Beschäftigten waren keine gelernten Metzger, sondern Produktionshelfer, sodass nach Beschäftigungsalternativen gesucht werden muss“, so die Sprecherin. Und: „Da die meisten über 45 Jahre alt sind und keine verwertbare Berufsausbildung haben, wird es trotz des guten Arbeitsmarktes nicht ganz einfach sein, sie in neue Arbeitsstellen zu vermitteln.“ Die Agentur für Arbeit werde dennoch alle Möglichkeiten ausschöpfen. So seien erste Kontakte mit interessierten Arbeitgebern aufgenommen worden.

vu

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