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Soll im Dezember ans Netz gehen: die neue Ultrafiltrationsanlage in Königsdorf-Wiesen. Kommt es in den nächsten Wochen zu Verzögerungen, wird sich auch die Inbetriebnahme laut Jan Dühring in den Januar verschieben. 

Trinkwasser wird teurer

Bald wieder chlorfreies Wasser für Geretsried

Geretsried – Das Trinkwasser wird für den Nordlandkreis teurer. Allerdings gibt es gute Nachrichten für die Gemeinde Königsdorf und die Stadt Geretsried: Die Chlor- und Abkochanordnung wird bald aufgehoben.

Durchschnittlich 1,45 Euro netto bezahlen die Bürger im Freistaat Bayern für einen Kubikmeter Trinkwasser. Die meisten Kommunen im Nordlandkreis liegen mit ihrem Wasserpreis unter dem Landesdurchschnitt. Noch ist die Gemeinde Münsing Spitzenreiter. Die Stadt Geretsried will ihren Wasserpreis um 30 Cent auf 1,92 Euro netto erhöhen. Die Gebührenanpassung wird der Verwaltungsrat der Stadtwerke in seiner Sitzung am Donnerstag beschließen.

Für kommunale Wasserversorgungsunternehmen gilt das Prinzip der Kostendeckung. Laut Umweltministerium sind nur ein geringer Anteil der Kosten verbrauchabhängig; mehr als drei Viertel sind Fixkosten. Bei größeren Investitionen sind insbesondere kleine Wasserversorger darauf angewiesen, die dafür anfallenden Kosten auf die Abnehmer umzulegen.

In diesem Jahr haben die Kommunen Münsing (um 4 Cent) und Königsdorf (um 25 Cent) ihren Trinkwasserpreis angehoben. Die Königsdorfer müssen bereits tiefer in die Tasche greifen, um den Bau der 4,6 Millionen Euro teuren Ultrafiltrationsanlage in Königsdorf-Wiesen mitzufinanzieren. In der neuen Anlage soll künftig das Trinkwasser für die Gemeinde Königsdorf und die Stadt Geretsried aufbereitet werden. Dann kann die vom Gesundheitsamt erlassene Chlor- und Abkochanordnung endlich aufgehoben werden.

Die Geretsrieder Bürger werden ab 1. Januar mehr für das Trinkwasser bezahlen müssen. Allerdings sei im Gegenzug geplant, die Abwassergebühr zu senken, so Thomas Loibl, Pressereferent der Stadt Geretsried. Die jährliche Mehrbelastung werde demnach geringer ausfallen.

Vor etwa einem Jahr wurde der Grundstein für die Filteranlage gelegt, Ende des Jahres sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein. „Der Betriebsbeginn im Dezember 2016 ist nach gegenwärtigem Stand weiterhin möglich“, sagt der Geretsrieder Stadtwerke-Chef, Jan Dühring, auf Nachfrage unserer Zeitung. Allerdings sei das nur unter der Voraussetzung möglich, dass einige „kritische Schritte“ wie geplant und zeitlich exakt umgesetzt werden können und sich keine technischen Schwierigkeiten ergeben. Sollte es zu Verzögerungen kommen, wird sich laut Dühring die Inbetriebnahme voraussichtlich in den Januar verschieben. Die Versorgungssicherheit müsse gewährleistet bleiben. „Hier geht Sicherheit vor Schnelligkeit.“

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