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Die Belegung der Turnhalle des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums mit Asylbewerbern stellt laut der Schulleiterin kein Problem dar.

„Wir haben überhaupt keinen Ausfall“

Sport am Ickinger Gymnasium findet trotz Belegung statt

Icking - Trotz der Belegung der Turnhalle des Rainer-Maria-Rilke Gymnasiums mit Asylbewerbern findet der Schulsport statt. Wir haben uns nach der aktuellen Situation erkundigt.

Seit Beginn des Schuljahres steht die Turnhalle des Rainer-Maria-Rilke-Gymnasiums wegen der Belegung mit Asylbewerbern nicht mehr für den Sportunterricht zur Verfügung. Die Direktorin des Gymnasiums, Astrid Barbeau, beschreibt die Situation für den Schulsport dennoch als „völlig unaufgeregt“. „Wir haben überhaupt keinen Ausfall beim Schulsport, dank der Möglichkeit externe Sportstätten zu nutzen“, erklärt Barbeau auf Nachfrage unserer Zeitung.

Astrid Barbeau, Direktorin am Ickinger Gymnasium.

Zu den Sportstätten, auf die das Gymnasium ausweichen kann, zählen die Einrichtungen des Günter-Stöhr-Gymnasiums und der Grundschule Icking sowie die Montessori-Biberkor-Schulturnhalle, eine Turnhalle der Gemeinde Höhenrain und das Schwimmbad in Ascholding. „Einzige Einschränkung für die Schüler sind die Transportwege und die dadurch etwas verkürzten Schulsportstunden“, berichtet die Direktorin. Zudem verfüge das Gymnasium über schulinterne geeignete Räumlichkeiten, wie etwa die alte Aula.
 
Für die Gestaltung des Sportunterrichts in den Innenräumen hat sich die Schule auch etwas einfallen lassen: „Wir haben uns mit modernen und platzsparenden Gerätschaften eingedeckt, wie etwa Slacklines“, schildert Barbeau. Bei den Schülern komme dies gut an. In einer Jahrgangsstufe werde ein dreitägiger Blockunterricht im Skifahren abgehalten. Die Gymnasiasten fahren zum Skifahren nach Lenggries, statt des wöchentlichen Sportunterrichts mit Geräteturnen und Ballsport. Für die drei Ski-Tage sei extra ein besonderer Lehrplan ausgearbeitet worden.

„Alles läuft sehr gut, dank unserer engagierten und kreativen Sportfachschaft, die sich auch durch eine fehlende Halle nicht aus dem Konzept bringen lässt“, bilanziert Barbeau. Die Direktorin glaubt außerdem, dass ein Ende der momentanen Situation absehbar ist, da die Gemeinde Icking Unterkünfte für Asylbewerber in Holzständerbauweise in Dorfen und Irschenhausen plant.

Wie berichtet hat das Landratsamt der Gemeinde zugesagt, dass die Schulturnhalle nicht mehr für Flüchtlinge genutzt wird, sobald in der Gemeinde ausreichend Unterkünfte für die Asylbewerber vorhanden sind. Die Turnhalle wird laut der Schulleiterin nach dem Auszug der Flüchtlinge zunächst wieder hergerichtet. Wann genau die Halle dem Gymnasium wieder zur Verfügung steht, sei derzeit noch ungewiss. „Ich gehe aber davon aus, dass wir sie in Kürze wieder nutzen können“, ist sich Astrid Barbeau sicher.

yvi

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