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Pro Kostenbeteiligung

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Wolfratshausen – Gut sechs Wochen vor der Entscheidung des Wolfratshauser Stadtrates über eine Kostenbeteiligung an einem zusätzlichen S-Bahn-Trog/-tunnel unter der Sauerlacher Straße sprachen sich die SPD-Stadträte Fritz Schnaller und Roswitha Beyer am Stammtisch ihrer Partei am Sonntag dafür aus.

Wolfratshausens Vize-Bürgermeister Schnaller sagte, der Stadtrat solle den Vorschlag von Landrat Josef Niedermaier annehmen, dass sich Wolfratshausen und Geretsried mit jeweils 15 Prozent an den Mehrkosten von 17 Millionen Euro (Preisstand 2009) beteiligen und der Landkreis 70 Prozent übernimmt. So könne das Jahrhundertprojekt „endlich“ verwirklicht werden.

Beyer erinnerte daran, dass sich die Kosten in Höhe von rund 2,6 Millionen Euro (Preisstand 2009) plus der Anteil über die Kreisumlage – summa summarum geschätzte vier Millionen Euro – auf die nächsten rund zehn Jahre verteilen würden. „Es bleibt uns Zeit, etwas anzusparen“. Die politische Debatte über die Verteilung der 17 Millionen Euro zwischen Kreis und Kommunen noch einmal zu führen, hat für Schnaller keinen Sinn: „Da sollten wir nicht nochmal wegen fünf Prozent hin oder her rumtun.“

Um während der monatelangen Tunnelbauarbeiten den von der Deutschen Bahn bereits angekündigten Schienenersatzverkehr zwischen Wolfratshausen und Icking zu vermeiden, schlug Schnaller vor, den Bahnhof in der Flößerstadt während der Bauzeit einfach auf die freie Wiese im Norden des Areals zu verlegen. Über die Belastungen für das Bahnhofsviertel während der Bauphase sind sich die Genossen im Klaren. Doch Beyer, selbst Anwohnerin, erklärte, Gemeinwohl gehe nun einmal vor dem Wohl des Einzelnen.

Das unterm Strich 44 Millionen Euro teure, zweigleisige Bauwerk (27 Millionen Euro zahlen Bund, Bayern und Bahn) wäre rund 950 Meter lang. Das erläuterte Konrad Daxenberger, Geschäftsführer der Ingenieurgesellschaft Lahmeyer in München, Ende Mai in der gemeinsamen Sitzung des Kreistags sowie der Stadträte von Wolfratshausen und Geretsried in der Loisachhalle (wir berichteten). Auf einen zirka 200 Meter langen Trog ab Mühlpointweg folgt ein etwa 280 Meter langer Tunnel, an den sich im Süden wiederum ein rund 450 Meter langer Trog anschließt. Tanja Lühr

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