Die Auflösung des Falls durch Meisterdetektiv Hercule Poirot: Schüler aus der 6. bis zur 12. Klasse des Günter-Stöhr-Gymnasium führen das Theaterstück „Mord an Bord“ auf. Foto: red

Ein Mordsauftritt

Icking - Theaterabend: Meisterdetektiv Hercule Poirot ermittelt am Ickinger Günter-Stöhr-Gymnasium.

An einem lauen Sommerabend ging es in Icking um nichts weniger Schreckliches als um zwei Morde, verübt an Bord des Nil-Dampfers „Lotus“, ein vermutlich gewählter Name, der ja auch für Erleuchtung steht. Und dazu sollte es auch kommen bei der Theateraufführung von „Mord an Bord“, zu der der Dramakurs des Günter-Stöhr-Gymnasiums in die ausverkaufte Schul-Aula geladen hatte.

14 grundverschiedene, großformatige und sehr ansprechende Plakate - allesamt von den Schülern selbst entworfen - ließen schon beim Eintritt die Spannung der gut 200 Zuschauer spürbar steigen. In den folgenden 80 Minuten wurde das Publikum Zeuge von Eifersuchtsszenen, Betrugsversuchen, von Neid, Missgunst, Trinkgelagen und horrenden Pokergewinnen, was das Leben der feinen Gesellschaft maßgeblich zu bestimmen schien und gar bis hin zum Mord eskalierte.

„Mord an Bord“ ist eine Adaption des mehrfach verfilmten Agatha-Christie-Klassikers „Tod auf dem Nil“. Die dem Roman und auch der ersten Verfilmung vorgeworfenen Längen gab es in dieser Ickinger Variante nicht zu beklagen. Im Gegenteil: Die gefesselten Zuschauer stellten übereinstimmend fest, dass die Zeit wie im Fluge vergangen war. Dies war zum einen natürlich den großartigen, insgesamt 18 Schauspielern zu verdanken - eine Truppe, die sich aus Schülern der 6. bis 12. Klasse zusammensetzte. Sie bewiesen anschaulich nicht nur hohes, insbesondere auch komödiantisches Talent, sondern erhielten für ihre Musik- und Tanzeinlagen mehrfach Zwischenapplaus.

Wie im Anschluss die beiden für die Regie Verantwortlichen, Philipp Jescheck und Dr. Sebastian Schauberger, erläuterten, hatten die Schüler gemeinsam mit ihnen anhand der Vorlagen - also Film und Buch - das Stück Zug um Zug selbst entwickelt. Babette Galli-Jescheck unterstützte die gelungene Umsetzung mit einer tollen Choreografie. Ebenso taten dies die 24 Schüler und Lehrer, die für die die sehr gelungene Bühnenausstattung verantwortlich zeichneten. Die gesamte Bord-Lounge, in der sich die Handlung abspielte, war in Grau-, Schwarz- und wenigen Weißtönen gehalten, die sich in den Kostümen aller Schauspieler und in sämtlichen Accessoires widerspiegelten.

Die Geschichte vom kurzen Glück und schnellen Sterben der Millionenerbin Linnet Ridgeway hat man vor diesem Hintergrund selten gelungener erleben können, was alle Anwesenden im Anschluss im Schulgarten mit Drinks und Snacks noch ausgiebig feierten.

(tam)

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