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Endspurt: Die späteren Sieger Michael Pfatrisch und sein Weiß-Blauer-Belgier Baze im Finallauf. Während dem Reiter die Anstrengung deutlich anzusehen ist, schaut sein Ochse eher gelassen drein.

Zwischen Metzger und Halbfinale

Münsinger Ochsenrennen: Bilanz der Sicherheitskräfte

Münsing – Vier Tage lang hat Münsing sein sechstes Ochsenrennen gefeiert. Heuer lockte es so viele Zuschauer an wie nie zuvor: rund 15 000.

Erstmals veranstalteten „D’ Ochserer“ nach dem Bieranstich durch Anton Leinbach junior am Donnerstagabend im Festzelt am Hartlweg eine abwechslungsreiche Trachtenmodenschau. Auch das Oldtimer-Treffen des Burschenvereins und der Tanzlmusi-Abend waren gut besucht.

Eine logistische Meisterleistung war der Renntag am Sonntag. Die fünf Münsinger Ortsteilfeuerwehren und weitere benachbarte Wehren wiesen die Autos mit Kennzeichen von München, Starnberg, Erding und Freising in die Parkplätze ein. 20 Polizisten waren im Einsatz, ebenso 45 Helfer des Bayerischen Roten Kreuzes und fünf Ärzte. Laut BRK-Koordinator Wolfgang Tutsch mussten 30 Patienten, überwiegend wegen Herz-Kreislaufbeschwerden, notversorgt werden. Viele hatten bei der Hitze nicht genügend getrunken.

Simal mag nicht mehr: Weil der Pinzgauer von Andreas Hohenadl bockt, gibt‘s Schiebehilfe von hinten.

Dabei gab es, wenn auch mit langen Warteschlangen verbunden, zahlreiche Getränkestände auf dem Gelände rund um die Rennarena. Steckerlfisch, belegte Semmeln und gebrannte Mandeln sorgten fast für Volksfest-Stimmung. Die Atmosphäre war entspannt. „Ich bin beeindruckt, wie gut die Ochserer alles organisiert haben“, sagte Landrat Josef Niedermaier, der mit Amtsveterinär Georg Unterholzner vor Ort war. Dieser musste kurz vor dem Start zwei Ochsen aus dem Rennen nehmen: den übernervösen Anderl und Charly Brown, der sich auf der Wiese einen Fuß verstaucht hatte. Der Veterinär versuchte, eine Gruppe organisierter Tierschützer davon zu überzeugen, dass keinem Ochsen Leid zugefügt wird.

Strapaziös war das dampfig-warme Wetter sicher für die Tiere. Doch nach jedem Zieleinlauf durften sie unter großen Sonnenschirmen verschnaufen. Zu trinken bekamen sie literweise, manche Besitzer erfrischten ihre Rinder mit Eimern voll Wasser, die sie ihnen über den Rücken gossen. Gut nur, dass die Helden des Tages die bösen Witze des gewohnt lockeren Moderators Hans Schmid nicht verstanden: „Du kummst ins Halbfinale, der Rest zum Metzger“, kommentierte er einen so genannten Hoffnungslauf, bei dem nur ein Team heil im Ziel ankam.

„Uns hat’s gut gefallen“, sagte Zuschauer Peter Dotzer. Mit Familie und Freunden war er mit Traktor samt Anhänger aus Höhenrain angereist. Gewettet hat er auch: auf Napoleon, der aber schon in den Vorläufen ausschied.

Ein attraktiver Preis wie eine Reise oder eine Motorsäge ist Dotzer somit entgangen. Die meisten Ochsen dürfen übrigens nochmals antreten. Sie wurden von der Brauerei Aying eingeladen, deren Rennen in Aying am 8. Oktober zu bestreiten. Mit von der Partie sein werden auch die Sieger Baze und Django.

von Tanja Lühr

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