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Schnippschnapp: Mit der Durchtrennung eines Bands gaben sie den Weg in das neue Werk frei. Das Foto zeigt (v. li.) Andreas Ross (Wirtschaftsförderer des Landkreises), Dr. Monika Bayat, Sophia, Emanuel und Philipp Bayat, Bürgermeister Michael Müller, Seniorchef Heinz Bauer sowie die Geschäftsführer Peter Kamm und Stefan Hacker.

Bauer Group investiert 15 Millionen

Neues Produktionswerk eingeweiht

Geretsried – Die Bauer Group hat gestern ihr neues Produktionswerk für Kompressoren sowie die erweiterte Kantine des Schwesterunternehmens Uniccomp eingeweiht. Das Familienunternehmen ist einer der größten Arbeitgeber in der Region.

Emanuel weiß mit zehn Jahren schon, wie die Firma seiner Eltern zu funktionieren hat: „Kompressoren müssen auf dem modernsten Stand sein. Sie müssen immer laufen und sie müssen per Smartphone steuerbar sein“, hat er seinem Papa Philipp Bayat als wichtige Voraussetzungen genannt, als dieser ihn kürzlich danach fragte.

Emanuel und seine Schwester Sophia, die vierte Generation und „zukünftige Führung bei Bauer“, so der Vater, durften gestern an der Einweihung teilnehmen. Das Ehepaar Dr. Monika und Philipp Bayat sowie Seniorchef Heinz Bauer begrüßten dazu rund 300 Vertreter aus Wirtschaft und Politik sowie einen Teil der Belegschaft im neu gestalteten, hellen „Casino“ von Uniccomp. Im Anschluss durchschnitten sie ein Band zur soeben fertiggestellten, 5000 Quadratmeter großen Produktionshalle und zeigten den Gästen stolz ihre Kompressoren, die natürlich allesamt die oben genannten Kriterien erfüllen.

Die Maschinen erzeugen hochverdichtete Luft und Stickstoff. Weltweit bekannt ist das Unternehmen Bauer mit insgesamt 1200 Mitarbeitern für seine Kompressoren zum Befüllen von Atemluftflaschen für Taucher und Feuerwehren. Die Bauer Group, seit 2002 an der Bayerwaldstraße ansässig, hat 15 Millionen Euro in die Erweiterung des Standorts Geretsried gesteckt. Mit etwa 500 Mitarbeitern in beiden Unternehmen zählt sie zu den größten Arbeitgebern im Landkreis.

Das neue Casino der Uniccomp GmbH, gestaltet von den Geretsrieder Architekten Adamek und Hölzl, bietet rund 140 Sitzplätze, einen „Coffee-Point“ und einen „Fine Dining“-Bereich. „Die gute Versorgung unserer Belegschaft ist uns ein Herzensanliegen“, sagte Dr. Monika Bayat. Ihr Vater, Seniorchef Heinz Bauer, dankte Bürgermeisterin Cornelia Irmer und ihrem Nachfolger Michael Müller für deren politische Unterstützung bei den Expansionsplänen. Müller wiederum lobte das mittelständische Unternehmen als Vorzeigebetrieb, der „immer einen Schritt voraus“ sei. Ganz aktuell konnte er der Familie Bayat Hoffnung auf eine baldige Infrastruktur-Verbesserung machen.

Nach dem Gespräch im Innenministerium sehe er die S-7-Verlängerung nach Geretsried „auf einem guten Weg“. Die Firmeninhaber freuten sich, das zu hören. Sie planen auch an der Wallensteinstraße, wo etwa 70 Beschäftigte arbeiten, einen Ausbau. Laut Monika Bayat soll dort die „Bauer-Academy“ zur Aus- und Weiterbildung junger Menschen entstehen. Interesse bekundet haben die Bayats auch an einem Grundstück im neuen Gewerbegebiet Gelting zu Expansionszwecken. „Egal, um welches Industriegebiet in Geretsried es sich handelt – Bauer ist überall vertreten“, sagte Monika Bayat mit einem Lächeln. Tanja Lühr

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