Unter den Hammer kamen 2012 bei Zwangsversteigerungen 180 Objekte. Foto: fotolia

Vollbeschäftigung für Justitia

Wolfratshausen - Über einen Mangel an Arbeit kann sich am Wolfratshauser Amtsgericht niemand beklagen. Das lassen die Zahlen vermuten, die am Rande einer Pressekonferenz bekannt wurden.

Alleine in der Strafabteilung gingen 2012 insgesamt 845 neue Verfahren ein. Weit mehr als die Hälfte, nämlich 542 Fälle, beschäftigten Strafrichter Helmut Berger, 14 Mal trat das Schöffengericht zusammen. Das Jugendschöffengericht, das über Verfehlungen Jugendlicher und Heranwachsender entscheidet, wenn mit der Verhängung einer Jugendstrafe (also einer Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten) zu rechnen ist, war in 40 Fällen betroffen. Mit 249 neuen Verfahren mussten sich im vergangenen Jahr die Jugendrichter Barbara Treeger-Huber und Johann Lupperger beschäftigen. Neun Prozesse mussten fortgesetzt werden, weil in der Hauptverhandlung kein Urteil gefällt werden konnte.

Auch die für die Zivilabteilung zuständigen Rechtspfleger und Richter waren mit insgesamt 1188 Neueingängen ausgelastet. „21 Fälle betrafen dabei Wohnungsstreitigkeiten in Eigentümergemeinschaften“, erklärte Pressesprecherin Anne Köhn. „Eine enorme Steigerung“, so Köhn, verzeichneten die Mitarbeiter am Nachlassgericht. 1126 Neueingänge zu Erbangelegen. „Das bedeutet eine Steigerung von circa 20 Prozent gegenüber 2011.“ (rs)

Mehr dazu lesen Sie in der Mittwochsausgabe des Isar-Loisachboten/Geretsrieder Merkur.

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