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Sandwiches, Kuchen, Quiches bietet Angela Buchberger in ihrem neuen Café an.

Vom Safari-Park in den Obermarkt

Angela Buchberger eröffnet Café in der Innenstadt

Wolfratshausen – Über Safari-Camps in Tansania und Mosambik nach Wolfratshausen: So lässt sich der Werdegang von Angela Buchbergerbeschreiben. In der Loisachstadt hat die Gastronomin nun ein Café im Wirth-Haus am Eingang der Innenstadt eröffnet.

Die ersten Tage nach der Eröffnung waren stressig. „Ich war durchgehend im Einsatz“, berichtet Buchberger. Servieren, Abspülen, Bedienen, Lieferungen entgegennehmen – und das alles nur wenige Tage nachdem sie die letzten Veränderungen im Gastraum ihres Cafés vorgenommen hat. Der Stress hat sein Positives: Die Arbeit fällt an, weil das Café bislang sehr gut besucht ist.

Das neue Café am Wolfratshauser Obermarkt ist das erste eigene Projekt der 49-Jährigen. Zuvor arbeitete die Tölzerin als Anwaltsgehilfin. Bis sie eines Tages ihre Sachen packte und sich auf den Weg nach Afrika machte. In Tansania und Mosambik leitete sie Safari-Camps. Nach diesen außergewöhnlichen Erfahrungen lockte Buchberger die hohe See. Sechseinhalb Jahre lang arbeitete sie als Hotelmanagerin auf Schiffen – und unternahm beispielsweise Expeditionen in die Arktis und die Antarktis, bevor sie ein Jahr in Kanada lebte. Die bislang letzte Station ihrer Reise in die Welt war wieder Tansania. Dort arbeitete sie zwei weitere Jahre, bevor sie sich wieder nach ihrer oberbayerischen Heimat sehnte – nach 20 Jahren Reise um den halben Globus. Jetzt bringt sie die gesammelte Auslandserfahrung in ihrer Tagesbar ein. Es gibt verschiedene Sandwiches, Kuchen, Quiches, Glasnudeln und viele andere Leckereien.

Das Café ist nicht die einzige Neuerung in der Marktstraße. Einige Veränderungen stehen an. Wie berichtet könnte das Isar-Kaufhaus – sollte das Landratsamt und das Landesamt für Denkmalschutz zustimmen – abgerissen werden und ein neues Geschäfts- und Wohnhaus am Untermarkt 7 bis 11 entstehen. Auch vom Untermarkt 10 gibt es Neues: Nachdem der Einzug der Bürgerladengruppe gescheitert war, plante der Stadtrat, das Gebäude für kommunale Angelegenheiten zu nutzen. Teile des Rathauses sollten in dem geschichtsträchtigen Gebäude unterkommen. In der jüngsten Sitzung des Bauausschusses wurde eine Kostenberechnung für die Grundsanierung des ehemaligen Landesgerichtes vorgestellt. Die Kosten fallen höher aus, als bei der einstmals angedachten „Pinselsanierung“: 847 000 Euro rechnet der Planer. Mit Ertüchtigungen in Sachen Brandschutz kämen noch einmal 188 000 Euro hinzu.

Außerdem wird das Schwankl-Eck frei. Der Mieter, „der Badwerker“ Andreas Demmel, bezieht das Gebäude in dem bis vor Kurzem die Emberger-Filiale in der Innenstadt untergebracht war. Welcher Laden das Schwankl-Eck bezieht, das gegenüber Angela Buchbergers Tagesbar liegt, steht indes noch nicht fest. Am prominenten Gebäude wird derzeit gebaut. Die Baustelle könnte jedoch möglicherweise bis zum nächsten Frühjahr beendet sein.

von Dominik Stallein

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