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100 statt 80? Im Landratsamt denkt man über nach, die Autos künftig deutlich schneller über die B11 zwischen Wolfratshausen und Geretsried fahren zu lassen.

Eine neue Ampel gegen die Staus

B11: Statt Tempo 80 könnte künftig Tempo 100 gelten

Wolfratshausen - Die Autobahnabfahrt Wolfratshausen bekommt eine neue Ampelanlage. Sie soll dafür sorgen, dass der Verkehr künftig besser fließt. Zudem soll das Tempolimit auf der B11 verringert werden.

Im Landratsamt gibt es Überlegungen, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der B11 zwischen Wolfratshausen und Geretsried zu erhöhen. Bislang sind auf dem zweispurigen Abschnitt 80 Stundenkilometer erlaubt. Vor den Ampeln müssen Autofahrer ihre Geschwindigkeit auf 60 drosseln. Das könnte sich ändern, erläutert Marlis Peischer, Pressesprecherin im Landratsamt.

„Es ist dem Autofahrer schwer erklärbar, warum er auf dieser gut ausgebauten, autobahnähnlichen Straße nur 80 Stundenkilometer fahren darf.“ Tempo 100 wäre der Realität angepasst und würde sich auch mit den Zielen des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 „Bayern mobil – sicher ans Ziel“ decken. Sicherheitsbedenken gebe es keine. Vor den beiden Ampeln in diesem Abschnitt, an den Einmündungen Buchberger Straße und Blumenstraße, wäre dann Tempo 70 erlaubt.

Peischer zufolge würde man damit auch der positiven Entwicklung an der Kreuzung von B11 und B11a Rechnung tragen. Seit hier die neue Ampel steht, fließe der Verkehr besser. „Diesen Effekt wollen wir für den weiteren Verlauf der B11 nutzen.“ In diesem Jahr, betont die Sprecherin der Kreisbehörde, werden die Pläne allerdings nicht mehr umgesetzt. „Vorher müssen noch einige technische Fragen geklärt werden.

Die Autobahnabfahrt Wolfratshausen bekommt neue Ampelanlage

Ein beliebiger Nachmittag im Berufsverkehr an der A 95-Abfahrt Wolfratshausen. Wer von München kommt und links abbiegen will, schafft es gerade einmal bis auf den Verzögerungsstreifen. Vor ihm stauen sich die Autos bis zur Ampel. Weil dieses Szenario seit Monaten immer wieder vorkommt, haben Beamte der Verkehrspolizei Weilheim das Staatliche Straßenbauamt eingeschaltet. Als sich auch noch herausstellte, dass die häufigen Staus nichts mit der – inzwischen beendeten – Sperrung der Ortsdurchfahrt Hohenschäftlarn zu tun hatten, entschieden die Verantwortlichen des Bauamts zu handeln. „Die Verkehrsgefährdung ist einfach zu groß“, erklärt die zuständige Gebietsinspektorin Julia Schneider. Vor allem zu den Hauptverkehrszeiten am Nachmittag zwischen 14 und 18 Uhr würden sich Autos und Lastwagen zum Teil sogar bis auf die A95 stauen.

Als Sofortmaßnahme hat das Bauamt veranlasst, dass die Grünphase der Ampel auf maximal 120 Sekunden verlängert wird und die Autos, die von der A 95 kommen, bevorzugt behandelt werden. Eine dauerhafte Lösung ist das aber nicht, die Anlage kann nicht so umprogrammiert werden, dass es künftig keine Rückstaus mehr gibt“, erläutert Julia Schneider. „Die Technik ist einfach veraltet.“ Beispielsweise gebe es auch keine Induktionsschleife mit Stand-Detektoren auf der Ausfahrtsspur im Boden, mit deren Hilfe unterschiedliche Verkehrsaufkommen noch besser gesteuert werden können. Langfristig, so Schneider weiter, könne man das Problem nur mit einer neuen Ampel in den Griff bekommen. Diese soll – ähnlich wie die an der Kreuzung von B11 und B11a – auf dem neuesten Stand der Technik sein und im Idealfall über Pfingsten, spätestens aber in den Sommerferien aufgebaut werden. Wie lange die Bauarbeiten dauern werden, ist noch nicht abzusehen. „Das hängt unter anderem davon ab, ob Arbeiten an der Straßendecke nötig sind“, erläutert Schneider. Auch zu den Kosten könne man noch nicht allzuviel sagen. „100 000 Euro“ lautet Schneiders vorsichtige Schätzung. Behinderungen für die Autofahrer werde es während der Bauzeit zwar geben. „Wir wollen aber versuchen, das in Grenzen zu halten“, versichert Schneider. Unter anderem werde man mit einer Ersatzampel arbeiten.

Wie genau die Lösung an dieser Stelle aussehen wird, wird ein Gutachten zeigen. Mit Hilfe von Kameras wurden die Verkehrsströme in den vergangenen Tagen aufgezeichnet und analysiert. Dann entscheidet das Staatliche Straßenbauamt Weilheim in Absprache mit der Autobahndirektion Südbayern über die technischen Details.

fla

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