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Prominente Immobilie: Das ehemalige Isar-Kaufhaus in der Wolfratshauser Altstadt steht seit Ende 2012 leer.

Zwei Käufer stehen Gewehr bei Fuß

Ex-Isarkaufhaus: Mehrere Interessenten wollen kaufen

Wolfratshausen – „Jeder einzelne wäre eine Sensation für Wolfratshausen“, sagt Dr. Harald Mosler. Nach Worten des Rechtsanwaltes gibt’s mehrere Interessenten für das ehemalige Isar-Kaufhaus – noch heuer soll das Objekt verkauft werden.

Dreieinhalb Jahre nach der Schließung des Isar-Kaufhauses kommt offenbar Bewegung in den Verkauf des leerstehenden Objekts. Jedenfalls stellt der Jurist Dr. Harald Mosler, der mittlerweile die Immobilieneigentümerin Angela Scheller anwaltlich vertritt, in Aussicht, bis Ende dieses Jahres einen Käufer für das bis dato schwer veräußerbare Objekt in der Wolfratshauser Altstadt präsentieren zu können.

„Dass keiner da rein will, ist völliger Unsinn. Es gibt viele Interessenten, und jeder einzelne von ihnen wäre eine Sensation für Wolfratshausen“, sagt der Anwalt auf Anfrage unserer Zeitung. Namen wolle er zum augenblicklichen Zeitpunkt noch nicht nennen. Aber es sei eine Lösung realistisch, „die den Interessen der Stadt sehr entgegenkommt“.

Dr. Harald Mosler, Rechtsanwalt

Das versprach auch das jüngste am Planungstisch entstandene und als Computergrafik visualisierte Modell zur potenziellen Nutzung der prominenten Immobilie. Als „die perfekte Lösung“ präsentierte das Wolfratshauser Immobilienbüro Carlheinz Bartsch die gemeinsam mit dem Architekten Robert Wieser entwickelte so genannte Hugo-Passage. Im Erdgeschoss der nach dem vor einigen Jahren verstorbenen Eigentümer Hans Hugo benannten Passage waren zwei schicke Geschäfte vorgesehen. In den drei Etagen darüber sollten Kanzleien und Praxen ein- sowie mutmaßlich gut betuchte Wolfratshauser schicke Stadtwohnungen beziehen. Das Konzept ist mittlerweile in der Schublade verschwunden. Ernsthafte Interessenten, die bereit gewesen wären, das Geschäfts- und Bürogebäude mit Leben zu füllen, gab es wohl nicht. Zudem untersagte Brigitte Hugo, Mutter der heutigen Eigentümerin, die Verwendung ihres Familiennamens. Seither klebt in den Schaufenstern zwar weißes Papier anstelle der vielfarbigen Werbefolien. Im Internet offeriert das Immobilienbüro jedoch weiterhin die Hugo-Passage. Kaufpreis: 2 525 000 Euro.

„Dazu ist er nicht berechtigt. Herr Bartsch hat mit dem Objekt nichts mehr zu tun. Der Maklerauftrag wurde ihm von der Eigentümerin längst entzogen, aber das will er offenbar nicht wahrhaben“, konstatiert Mosler. Er sei es, der von Gebäude-Eigentümerin Angela Scheller die alleinige Vertretung übertragen bekommen habe. Mosler räumt ein, dass von Schellers Hausbank zwischenzeitlich ein Zwangsversteigerungsverfahren betrieben worden sei. „Das wurde jedoch inzwischen aufgehoben. Die Bemühungen gehen nun wieder dahin, das Objekt frei zu verkaufen“, versichert der Rechtsanwalt. Deshalb sei sein Interesse, nun schnell einen Käufer zu finden, der „ohne wenn und aber einsteigt“ und bei der Verwertung die Wünsche und Bedürfnisse der Flößerstadt und ihrer Bewohner berücksichtige.

Eine Passagenlösung, wie zuletzt propagiert, halte er jedoch für falsch. „Wir wollen die Attraktivität der Altstadt steigern, dafür braucht es ein großflächigeres Angebot“, urteilt Mosler. Aus einer Vielzahl von Interessenten kristallisierten sich derzeit zwei ernsthafte Kandidaten heraus. „Es ist zwar derzeit einiges noch spekulativ, aber ich habe keine Zweifel, dass die Zwei das stemmen würden.“

von Rudi Stallein

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