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Einschwören als Team: Die A-Junioren von Trainerin Ulrike Newel (li.) vor der Partie gegen die hochfavorisierten Coburger. Die HSG verlor vor 280 Fans nach guter Leistung 20:26. 

Handball

In der „Isar-Loisach-Hölle“

Wolfratshausen - Die A-Junioren der HSG haben dem HC Coburg einen harten Kampf geliefert, unterlagen aber mit 20:26.

Es war eine Partie, die Spieler und Verantwortliche der HSG Isar-Loisach ein wenig für die harte Arbeit entlohnte, die auf dem Weg in die Bayernliga nötig gewesen war. Auch wenn die A-Junioren das Heimspiel gegen den gleichaltrigen Nachwuchs des Handball-Bundesligisten HC Coburg mit 20:26 (7:14) verloren: Das Team von Ulrike Newel hatte vor rund 280 tosenden Fans einen außerordentlichen Kampf abgeliefert – und damit sein Versprechen erfüllt. Denn nach der schwachen Leistung samt Niederlage bei der HSG München West am Wochenende zuvor steigerten sich die Hausherren deutlich.

Beide Mannschaften lieferten sich in der Anfangsphase ein Duell auf Augenhöhe. Erst nach dem Coburger Treffer zum 5:4 musste die HSG den Kontakt abreißen lassen. Die Oberfranken zogen auf 9:4 davon. „Wir haben ihnen mit individuellen Fehlern in die Karten gespielt“, sagt Newel. Ihr Team habe die Angriffe nicht konsequent genug ausgespielt. Stattdessen warfen die Hausherren von unmöglichen Positionen und luden Coburg damit zu schnellen Gegenstößen ein. HSG-Keeper Jakob Kiebler fand sich zu oft in Eins-zu-eins-Situationen wieder, in denen er kaum eine Abwehrchance hatte.

Das Angriffsspiel der Gäste ruhte fast ausschließlich auf einem einfachen Prinzip: dem Anspiel auf ihren Kreisläufer. Die Masche war offensichtlich – allerdings hatte die HSG trotzdem Probleme, die gut einstudierten Laufwege der Gäste zuzustellen. Oft kam der Kreisläufer völlig ungehindert zum Abschluss. So war der Trend in Abschnitt eins nicht mehr umzukehren: Coburg baute seinen Vorsprung bis zur Pause auf sieben Tore aus.

Da den Wolfratshausern in den bisherigen Partien zum Ende oft die Frische gefehlt hatte, war von einem engen Duell in der zweiten Halbzeit nicht mehr auszugehen. Doch die Gastgeber überraschten nach Wiederbeginn ihre Widersacher ebenso wie ihre Anhängerschaft. Mitte des zweiten Durchgangs nahmen sie wieder Tuchfühlung zum Kontrahenten auf. Die Defensive blockte nun erfolgreich die Laufwege der HC-Spieler und zwang diese dazu, aus schwierigen Positionen oder überhastet den Abschluss zu suchen. Mit jedem eigenen Treffer wuchs die Zuversicht der Gastgeber, von den Rängen schrien die Fans Newels Truppe nach vorne. Beim Stand von 16:18 schien die Partie zugunsten der Einheimischen zu kippen. Dann allerdings zeigten die Gäste aus Coburg, warum sie Tabellenzweiter sind. Sie behielten in dem Hexenkessel die Nerven, stabilisierten sich und zogen erneut davon. Auf 20:23 kam die HSG nochmals heran, ehe der HC das Match für sich entschied.

Trainerin Newel war trotz der Niederlage zufrieden. „Auf die Leistung können wir aufbauen“, sagte die Trainerin. Und auch die Oberfranken zollten ihren Gastgebern Respekt: Angesichts dieser starken Leistung verwundere es ihn, „dass die HSG Isar-Loisach nur auf dem achten Platz steht. Sicher wird sie noch das eine oder andere Ausrufezeichen in dieser Saison setzen“, sagte HC-Sprecher Reiner Hennig und schickte gleich ein Lob an die HSG-Fans hinterher. So wie die ihre Mannschaft angefeuert und mit Trommeln und Tröten nach vorne gepeitscht hätten, verdiene die Dreifach-Turnhalle durchaus den Namen „Isar-Loisach-Hölle“.  red

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