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Das alte Geretsrieder Hallenbad ist in die Jahre gekommen und muss durch ein neues ersetzt werden. Die Rede war von einem neuen, großen für alle Kommunen. Doch das ist seit der Entscheidung des Wolfratshauser Stadtrats vom Dienstag hinfällig.

Nach Aus des interkommunalen Hallenbads

Kommentar: "Wolfratshausen verpasst riesige Chancen"

Wolfratshausen - "Wolfratshausen hat gleich drei riesige Chancen verpasst": Das findet Redakteur Frederik Lang zum Aus des interkommunalen Hallenbads in Geretsried. Ein Kommentar:

Kommentar zum Aus des Interkommunalen Hallenbads in Geretsried: "Wolfratshausen verpasst riesige Chancen"
 
Wolfratshausen hat gleich drei riesige Chancen verpasst: Die Chance, den Schwimmbetrieb für Schulen, VHS, Kinder, Senioren und Rettungsvereine mittel- bis langfristig zu sichern. Die Chance, den Nachbarn zu signalisieren, dass das Gerede vom Mittelzentrum mehr ist als nur ein Lippenbekenntnis. Die Chance, mit einem gemeinsamen, den gesamten Nordlandkreis umfassenden Leuchtturmprojekt ein Zeichen zu setzen, das auch weit über die Region hinaus wahrgenommen und Respekt einflößen würde.

Frederik Lang

Die Entscheidung am Dienstag war knifflig, keine Frage. Kein Stadtrat hat sie sich leicht gemacht. Die Befürworter des interkommunalen Bads sind vor allem deshalb enttäuscht, weil sie eine Alternative vermissen. Früher oder später steht den Wolfratshausern das Wasser bis zum Hals: Die Geretsrieder werden ihr eigenes Bad planen, das in Ascholding wird über kurz oder lang geschlossen und selbst nach einer Sanierung reicht die Kapazität das Lehrschwimmbeckens in Weidach nicht aus. Und dann? Auf diese Frage gibt es keine Antwort. Ein weiteres Bürgerbegehren braucht es nicht. Die Geretsrieder haben genug Geduld bewiesen. Jetzt sollten sie Nägel mit Köpfen machen – und ihr Bad endlich bauen.
 
Ein Kommentar von Frederik Lang

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