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Licht am Horizont: Nach dem Tod des Wolfratshauser Isar-Rangers wird seine Familie dank der Aktion „Leser helfen helfen“ unterstützt. Am Kiesufer der Isar hatte sich der Isarranger besonders gern aufgehalten.

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Nach plötzlichem Tod: „Uns hat jemand einen Engel geschickt“

Wolfratshausen - Der plötzliche Tod des Wolfratshauser Isar-Rangers im vergangenen Jahr veränderte das Leben seiner Familie auf einen Schlag. Noch heute ist sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

Die Diagnose war niederschmetternd, das Zeitfenster winzig. Nach kurzer, schwerer Krankheit starb im Oktober vergangenen Jahres der beliebte Isar-Ranger aus Wolfratshausen im Alter von nur 49 Jahren (wir berichteten). Er hinterließ seine Ehefrau und fünf Kinder. „Wir standen von heute auf Morgen vor dem Nichts“, sagt seine Witwe. Ihr verstorbener Mann war der Alleinverdiener, die heute 43-Jährige, damals Mutter in Elternzeit, kümmerte sich um ihre Kinder und den Haushalt. Die Betroffenheit und Anteilnahme war sehr groß. Der Elternbeirat der Waldramer Grund- und Volksschule initiierte spontan eine Spendenaktion. „Es ist wirklich besonders tragisch“, sagte Elternbeiratsvorsitzende Katja Toppe damals.

Doch in der scheinbar ausweglosen Situation „hat uns jemand einen Engel geschickt“, stellt die Witwe ein gutes Jahr später rückblickend fest. Der Zeitungsartikel über den plötzlichen Tod des Isar-Rangers und das schwere Schicksal seiner Familie hatte einen Münchner sehr berührt. „Da mich dieser Schicksalsschlag nicht mehr losgelassen hat, habe ich mich entschlossen, der Witwe und ihren fünf Kindern zu helfen“, sagt der 55-Jährige, der selbst eine Frau und zwei Kinder hat.

Nachdem die Redaktion die Seriosität seiner Anfrage geprüft hatte, kam es zu einem ersten telefonischen Kontakt. „Natürlich war ich sehr skeptisch, als mich ein fremder Mann anrief und mir seine Hilfe anbot“, erinnert sich die Wolfratshauserin. Doch die Familie fasste Mut und verabredete ein erstes persönliches Treffen mit dem Unbekannten. „Er ist dann mit seiner Ehefrau zu uns nach Hause gekommen, wir haben uns lange unterhalten und ich war unendlich glücklich, als er uns seine Hilfe zugesagt hat.“ Nach dem Kennenlernen und dem Aufbau gegenseitigen Vertrauens setzte man sich zusammen und besprach, wo die sechsköpfige Familie akut Unterstützung benötigt. Die daraus resultierende Dringlichkeitsliste wurde sehr lang.

Das eigene kleine Haus, in dem die Mutter und ihre Kinder im Alter von drei, zehn, zwölf und 17 Jahren leben – die 22-jährige Tochter ist bereits ausgezogen – ist Baujahr 1926. Der Münchner bat zunächst den Wolfratshauser Bauingeneur Josef Wehbe um dessen Urteil. Dieser prüfte die Bausubstanz unentgeltlich auf Herz und Nieren. Priorität hatte anschließend eine neue Gasheizung. „Stellen Sie sich vor: Die gesamte Wärmeversorgung, Heizung und Warmwasser, erfolgt noch mit Holz“, berichtet der Münchner. 24 Ster Holz gehen pro Jahr in Rauch auf. So richtig warm wird das Zuhause allerdings nie: „Ich bin mittlerweile halbtags im Sozialbereich berufstätig, ich kann ja nicht in der Früh, wenn ich das Haus verlasse, das Feuer anzünden und es stundenlang brennen lassen. Es fehlt an Grundwärme, wir haben ständig Temperaturschwankungen und die einzelnen Räume kühlen immer wieder aus“, erklärt die 43-Jährige. Da dieser Zustand für die Familie unzumutbar ist, muss die Wärmeversorgung noch vor Winterbeginn auf Erdgas umgestellt werden.

Ein Wolfratshauser Gasinstallations-Meisterbetrieb hat bereits mit den Umbauarbeiten begonnen. „Dank dieser neuen Gasheizung kann die Familie das Weihnachtsfest heuer in wohliger Wärme feiern, da inzwischen auch zwei undichte Fenster durch neue ersetzt wurden“, freut sich der Münchner. Die fünffache Mutter packt an, wann und wo immer sie kann. „Hier gibt’s keine Heinzelmännchen und auch keine Putzfee“, sagt sie. Mit sehr viel Einsatz meistert sie alle täglichen Herausforderungen.

Da keine finanziellen Rücklagen vorhanden sind, reicht ihr geringes Einkommen gerade für die alltäglichen Dinge des Lebens. An die Erfüllung von Wünschen und Träumen ist gar nicht zu denken. „Nein, Urlaub habe ich mit den Kindern seit dem Tod meines Mannes nicht gemacht. Das können wir uns nicht leisten.“ Doch die leidgeprüfte Mutter ist nicht allein: „Ich habe ihr und ihren Kinder versprochen, sie solange zu begleiten, bis wir alles geschafft haben“, unterstreicht der Münchner. „Die nächsten Arbeiten sind bereits geplant, doch auch dazu ist weitere finanzielle Unterstützung notwendig. Daher bitte ich alle Leser sehr herzlich um ihre aktive Mithilfe und Unterstützung für diese Familie!“ Mit Spenden aus der Weihnachtsaktion Leser helfen helfen könnte die Not der Familie noch schneller gelindert werden.

Spenden

Wer im Rahmen der Weihnachtsaktion Leser helfen helfen von Isar-Loisachbote/Geretsrieder Merkur und Tölzer Kurier zweckgebunden für die Wolfratshauser Familie spenden möchte, vermerkt bitte auf dem Überweisungsträger das Stichwort „Isar-Ranger“.

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