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Leiteten die Andacht: Der evangelische Pfarrer Florian Gruber (li.) und der katholische Dekan Pfarrer Gerhard Beham.

Volkstrauertag

Wolfratshausen gedenkt der Opfer von Krieg und Gewalt

Wolfratshausen - Unter großer Anteilnahme der örtlichen Vereine und der Bevölkerung gedachte die Stadt Wolfratshausen am Volkstrauertag ihrer Toten.

Am Marienplatz erleuchteten Fackeln das Novembergrau, die Stadtkapelle und die Sängerzunft umrahmten die Feierstunde musikalisch. Die obligatorischen drei Böllerschüsse hallten während der Kranzniederlegung durch die Gebirgsschützenkompanie durch die Marktstraße.

Außer der Kompanie legte der Gebirgstrachten-Erhaltungsverein D’Loisachtaler einen Kranz vor dem Marienbrunnen nieder. Einen dritten Kranz haben die folgenden Vereine und Organisationen gestiftet: die Feuerwehren Wolfratshausen und Weidach, das Bayerische Rote Kreuz, die Grünen, die Bürgervereinigung, die CSU, die SPD, die Königlich privilegierte Feuerschützengesellschaft, der Malteser Hilfsdienst, die Schützengesellschaften Edelweiß Farchet und Isarlust Nantwein, die Soldatenkameradschaft, die Sudetendeutsche Landsmannschaft, der VdK und die Wasserwacht.

Bürgermeister Klaus Heilinglechner bedankte sich in seiner Ansprache für die große Teilnahme. Er erinnerte daran, dass Frieden und Freiheit, wie wir sie in Europa seit über 70 Jahren kennen, keine Selbstverständlichkeit seien. „Auch jetzt, wo wir uns zu dieser stillen Stunde der Trauer versammelt haben, kämpfen woanders auf der Welt Menschen um ihr Leben“, sagte der Bürgermeister. Auch wenn Krieg und Gewalt weit entfernt seien, gelte es, Mitmenschlichkeit mit den Opfern zu zeigen und nicht wegzuschauen, so Heilinglechner mit Blick auf die vielen Flüchtlinge: „Respektieren wir jeden Menschen ungeachtet seiner Herkunft.“

Der evangelische Pfarrer Florian Gruber, der zusammen mit seinem katholischen Kollegen Dekan Pfarrer Gerhard Beham, die Andacht durchführte, forderte die Versammelten auf, in dreierlei Hinsicht zu beten: für die Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen in aller Welt sowie für die Unschuldigen, die sich für Frieden und Gerechtigkeit eingesetzt und dabei ihr Leben verloren haben; für diejenigen, die heute in Gefahr sind, zu Opfern von Gewalt zu werden und schließlich „für uns selbst, dass wir uns nicht hineinziehen lassen in Konflikte und Gewalt“.

Von Tanja Lühr

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