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Das Möbelhaus Mahler in Wolfratshausen macht bald dicht.

Media Markt hat Interesse an neuer Filiale

Alle Infos zum Aus von Möbel Mahler in Wolfratshausen

Wolfratshausen - Möbel Mahler in Wolfratshausen hat geschlossen. Diese Nachricht geht als schwarzer Tag in die Wirtschaftsgeschichte der Stadt Wolfratshausen ein. XXXLutz hat die Gebäude gekauft. Wie es weitergeht, ist offen.

Die Reaktionen auf die Schließung von Möbel Mahler

++ Update  vom 20. Mai ++ Möglicherweise eröffnet XXXLutz ein Möbelhaus in Wolfratshausen. Die Polizei sieht das kritisch: Sie befürchtet den Verkehrskollaps in der Stadt, wenn so viele Kunden zum Möbelriesen ins Gewerbegebiet wollen.

++ Update vom 15. Februar ++ XXXLutz will das Sortiment erweitern, das Möbel Mahler bisher in Wolfratshausen angeboten hat, sollte der Möbelriese eine Filiale in Wolfratshausen eröffnen.

++ Update vom 12. Februar ++ Die Pläne werden nach dem Aus von Möbel Mahler in Wolfratshausen tatsächlich konkreter: Media Markt hat Interesse, in Wolfratshausen eine Filiale zu eröffnen. Die nächsten Geschäfte sind erst in Weilheim, München oder Rosenheim.

++ Update vom 9. Februar ++ Jetzt ist es vorbei: Möbel Mahler in Wolfratshausen hat endgültig geschlossen. Die letzten Kunden verließen den Laden im Gewerbegebiet am 8. Februar um 19 Uhr. Die Nachfolgefirma XXXLutz hadert derweil mit der Stadt: Es geht um das künftige Nutzungskonzept.

++ Update vom 29. Januar ++ Am 30. Januar sollte Möbel Mahler in Wolfratshausen endgültig schließen - jetzt hängen die Chefs eine Woche dran. Wir haben Juniorchef Michael Mahler exklusiv bei einer Reportage durch das Möbelhaus bei der Rabattschlacht begleitet. Abverkauf bei Möbel Mahler: Sogar die Fritteuse aus dem Rastaurant ist schon verkauft. Und die Betten, in denen mal drei betrunkene Burschen geschlafen haben.

++ Update vom 18. Januar ++ Das Ende von Möbel Mahler in Wolfratshausen rückt näher. Das Kinderland und das beliebte Restaurant in dem Möbelhaus haben schon geschlossen. Momentan läuft der Abverkauf.

Die Gerüchte haben sich bestätigt, dass XXXLutz das Möbelhaus in Wolfratshausen kauft. Inzwischen steht auch fest,  an welchem Tag das Möbelhaus schließt: nämlich voraussichtlich am 31. Januar 2016. Das hat Möbel Mahler mitgeteilt. Gerüchten zufolge könnte in Wolfratshausen auch ein Möbeldiscounter der Gruppe eröffnen. Die Gewerkschaft Verdi findet die Begründung der Schließung "scheinheilig" - und hat gegenüber unserer Zeitung Demos angekündigt. In seinem Kommentar findet Redakteur Volker Ufertinger, dass die Übernahme einen faden Beigeschmack hat.

In Wolfratshausen sind von der Schließung gut 260 Mitarbeiter betroffen, in Bopfingen rund 340. In Wolfratshausen bangen 30 Azubis um ihre Jobs. Was aus ihnen wird, ist unklar. „Schließung ist eine der schwersten Entscheidungen in der Geschichte des Familienunternehmens“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Möbel Mahler schließt in Wolfratshausen

Werbung auf der Brust: Auch die Kicker des BCF Wolfratshausen profitierten von Möbel Mahler

Das Möbelhaus Mahler in Wolfratshausen ist eng mit der Flößerstadt verbunden. Möbel Mahler und Wolfratshausen – das ist eine weitgehend funktionierende Symbiose. Das zeigt ein Blick in die Firmenhistorie. Das Einrichtungshaus lockt seit seiner Eröffnung zehntausende von Menschen aus dem Münchner Ballungsraum an die Loisach, macht den Namen der Stadt publik. Sportvereine profitierten ebenfalls: Mahler sponsert mehrere Fußballvereine. Im Gegenzug kommt die Stadt dem Einrichtungshaus entgegen, wenn das mal wieder erweitern will.

Eine Mitarbeiterin hat nach Bekanntwerden der Schließung anonym mit unserer Zeitung gesprochen. Einige Kolleginnen hätten geweint, als sie am Dienstag in einer Personalversammlung über das Ende des Möbelhauses Mahler in Wolfratshausen erfahren hatten, sagt sie. „Wir hatten immer noch gehofft, dass es unter XXXLutz weitergehen würde. Die Schließung ist ein Schock für uns alle." Unser Reporter war vor Ort. Unser Redakteur Frederik Lang findet, dass die Schließung von Möbel Mahler ein tiefes Loch reißen wird. Er kommentiert die Schließung des Möbelriesen in Wolfratshausen.

Die Kunden des Möbelhauses Mahler in Wolfratshausen sollen zeitnah über die Schließung informiert werden. "Das ist in Arbeit", sagt Martin Ziegler, Hausleiter in Wolfratshausen, auf Nachfrage unserer Zeitung. Wolfratshausens Bürgermeister Klaus Heilinglechner würde Firmenchef Gerhard Mahler umstimmen - wenn er könnte. "Aber seine Entscheidung steht - leider. Ich habe heute früh eine halbe Stunde mit ihm telefoniert und man hat deutlich gemerkt, wie nahe ihm das geht", sagt der Rathauschef. "Für Wolfratshausen war Möbel Mahler unheimlich wertvoll. Jede Rundfunkwerbung, jede Taxiwerbung war gut für das Image der Stadt."

Am Mittwoch wurde eine Betriebsversammlung in Wolfratshausen bei Möbel Mahler abgehalten. 

Der Standort von Möbel Mahler in Neu-Ulm bleibt erhalten. Zehn Prozent wird das österreichische Unternehmen XXXLutz übernehmen, der Rest bleibt in Familienhand. Dadurch wird Möbel Mahler zum nächsten Jahr auch Mitglied des Möbel-Einkaufsverbands Giga International.

Senior-Chef Gerhard Mahler möchte sich zur Schließung seiner beiden Möbelhäuser in Wolfratshausen und Bopfingen diese Woche nicht äußern. Laut einer Mitarbeiterin aus der Unternehmenskommunikation ist er sehr beschäftigt. Außerdem gehe ihm die Entscheidung sehr nahe.

 

Möbel Mahler teilt mit: Übernahme-Pläne gescheitert

Die Schließung ist ein Paukenschlag. Zuletzt war von einer Übernahme durch den Möbelgiganten XXXLutz die Rede. Diese Verhandlungen sind nun gescheitert. Die Immobilien in Wolfratshausen und Bopfingen sollen verkauft werden, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Mit dem Abverkauf soll baldmöglichst begonnen werden, die Schließung soll "möglichst zeitnah erfolgen".

Noch im Oktober hatte Inhaber Gerhard Mahler versichert, dass das Möbelhaus in Familienhand bleiben soll. Eigentlich war schon für 2014 eine enorme Erweiterung des Möbelhauses Mahler im Wolfratshauser Gewergebeiet geplant gewesen, sie wurde aber immer wieder nach hinten verschoben. Im Jahr 2013 war zwischenzeitlich sogar von einer Innenstadt-Filiale des Möbelhauses die Rede. Daraus wurde aber nichts.

Die Pressemitteilung von "Möbel Mahler" im Wortlaut

Das ursprüngliche Ziel, die Mahler-Häuser in Bopfingen und Wolfratshausen an ein Nachfolgeunternehmen zu übergeben, konnte nicht erreicht werden. „Die mit mehreren Unternehmen geführten Verhandlungen führten leider nicht zum ersehnten Erfolg“, so Seniorchef Gerhard Mahler. Die verschiedenen Verhandlungspartner hatten jeweils unterschiedliche Vorstellungen hinsichtlich der Fortführung der Standorte und des künftigen Geschäftsmodells. Deswegen hat sich die Familie Mahler jetzt entscheiden, beide Standorte zu schließen und die Immobilien zu veräußern.

„Diese Entscheidung ist eine der schwersten in der Geschichte unseres Familienunternehmens. Die Familie Mahler wird alles tun, um für die betroffenen Mitarbeiter eine sozialverträgliche Lösung zu erzielen“, so Gerhard Mahler. In enger Abstimmung mit dem Betriebsrat haben Gerhard Mahler und sein Sohn Michael Mahler am Dienstag , 17. November, die Belegschaften in Bopfingen und Wolfratshausen persönlich über die Schließung informiert. Sie betrifft in Wolfratshausen rund 260 Mitarbeiter, in Bopfingen rund 340.

„Alle Auszubildenden und Dual-Studierenden der Standorte Bopfingen und Wolfratshausen sollen die Gelegenheit erhalten, ihre Ausbildung woanders fortzusetzen“, betont Gerhard Mahler. „Dazu werden Gespräche mit den örtlichen IHKs stattfinden, um geeignete Ausbildungsbetriebe zu finden.“

Trotz der Schließungen werden alle derzeit offenen Verträge mit Kunden ordnungsgemäß abgewickelt und die Kunden wie bisher professionell bedient. Dasselbe gilt für den kommenden Schließungsverkauf. Mit dem Abverkauf der Waren soll baldmöglichst begonnen werden. Die Schließungen werden möglichst zeitnah erfolgen.

Die Familie Mahler hatte sich aus einer ganzen Reihe von Gründen dafür entschieden, für die Standorte Bopfingen und Wolfratshausen ein Nachfolgeunternehmen zu suchen, das den Betrieb möglichst unterbrechungsfrei weiterführen sollte. Einen Partner hat man leider für die von der Schließung betroffenen Standorte nicht gewinnen können. Der zunehmende Wettbewerbsdruck und ein immer stärker werdender Kannibalisierungseffekt durch den Standort Neu-Ulm waren dafür mitverantwortlich. „Die Einzugsgebiete der Häuser überschneiden sich teilweise, das gilt insbesondere für Bopfingen. Deswegen ziehen viele Kunden es inzwischen vor, direkt in das größte und modernste der drei Möbel Mahler-Häuser nach Neu-Ulm zu fahren“, erklärt Michael Mahler die Entwicklung. Gleichzeitig gab es an den Standorten Bopfingen und Wolfratshausen einen Investitionsstau in erheblicher Höhe, der umfangreiche Modernisierungsmaßnahmen nötig gemacht hätte. „Alles in allem hat dies dazu geführt, dass die wirtschaftlichen Risiken bei Fortführung der Standorte in Bopfingen und Wolfratshausen für unsere Familie nicht mehr tragbar gewesen wäre“, erklärt der persönlich haftende Unternehmer Gerhard Mahler. Deswegen habe er nun nach dem Scheitern der geplanten Übernahme und vor dem Hintergrund des anstehenden Generationswechsels diese harte Entscheidung leider treffen müssen.

dor/kg

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