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Stolz auf die Plakette im Boden vor der Loisachhalle sind die Mitglieder des Wolfratshauser Kinderchors um Chorleiter Yoshihisa Matthias Kinoshita (Mi.)

Neue Plakette im "Walk of Fame"

Kinderchor erhält besondere Würdigung

Wolfratshausen - Der Kinderchor trägt den Namen der Loisachstadt in die Welt. Jetzt wurde ihm dafür eine spezielle Ehrung zuteil: eine Plakette in der "Walk of Fame" vor der Loisachhalle.

„Wir sind nicht in Los Angeles, aber wir haben auch einiges zu bieten“, meinte Bürgermeister Klaus Heilinglechner selbstbewusst. Zum Beispiel einen national und international renommierten Kinderchor. Den jungen Sängern der Musikschule und ihrem Leiter Yoshihisa Matthias Kinoshita wurde zwar kein Stern, aber eine Plakette auf dem Wolfratshauser „Walk of Fame“ von der Stadt verliehen.

Im Kinderchor herrscht kein Drill

Die Plakette ist in die Pflastersteine vor der Loisachhalle eingelassen und wurde am Freitagabend enthüllt. 40 Mädchen und Buben nahmen die Auszeichnung stellvertretend für alle Kinder entgegen, die in den vergangenen 25 Jahren im Chor mitgewirkt haben. Die Sonne bringe Sterne zum Leuchten, Yoshi bringe Stimmen zum Klingen, sagte Laudator Alfred Fraas in seiner Ansprache. Der Kulturreferent des Stadtrats kann das beurteilen: Er war selbst in seiner Jugend Mitglied der Regensburger Domspatzen. Kinoshita erkenne und forme Stimmen, so Fraas. Dabei herrsche kein Drill im Unterricht: „Du lässt den Kindern bewusst werden, dass jeder Einzelne als stimmliches Individuum zum Gesamterfolg beiträgt.“

Das Singen ist ein Segen für die Menschen 

Wie schön das Ergebnis klingt, bewies der Kinderchor bei der Feier mit Liedern wie „Evening Rise“ und „Hvem Styrde“. Sogar eine Zugabe mussten die jungen Sänger in der herbstlichen Kühle geben, bevor sie in der Flößerei zu einem Abendessen eingeladen waren und ihnen zu Ehren im Anschluss ein Feuerwerk entzündet wurde. Werner Kuhlmann, Vorsitzender des Vereins Lebendige Altstadt Wolfratshausen (LAW), auf den die Idee für den Ruhmesweg zurückgeht, lobte Kinoshita für dessen außergewöhnliche Leistung. Sein Chor trage den Namen Wolfratshausen in die Welt hinaus. Der Geehrte freute sich über die Wertschätzung seiner Arbeit. Die musisch-ästhetische Bildung stehe in Deutschland leider nicht an erster Stelle, sagte er. Dabei fördere sie doch die Konzentration, die Empathie und das Selbstbewusstsein junger Menschen. Je früher man mit dem Singen oder Musizieren anfange, desto besser, ergänzte Musikschulleiter Manfred Heller.

Eine fünfköpfige Jury wählt die Preisträger aus

Die Preisträger – 2013 erhielt als erste die Künstlerin Katharina Lüthi einen Stern – wählt eine fünfköpfige Jury aus, die sich aus dem Vorstand der LAW, dem Bürgermeister und dem Kulturreferenten zusammensetzt. Eigentlich sollte der „Walk of Fame“ am westlichen Loisachufer entstehen. Da es jedoch noch dauern wird, bis die Stadt dieses umgestaltet hat, dient derweil der Platz vor der Loisachhalle als Standort. Vorschläge für künftige Preisträger aus den Bereichen Kunst und Kultur, Politik und Sport können alle interessierten Bürger machen. Der LAW nimmt die Nominierungen entgegen. Tanja Lühr

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