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Gut beschirmt: Trotz nass-kalten Wetters nutzten zahlreiche Besucher am verkaufsoffenen Sonntag das Angebot in Wolfratshausen (Foto) und Geretsried.

Shoppen im Schneeregen

So war der verkaufsoffene Sonntag beider Städte

Geretsried/Wolfratshausen –Für den Martini-Markt war das nasskalte Wetter nichts. Die Geschäftsleute in Wolfratshausen und Geretsried zogen jedoch eine durchaus positive Bilanz des zweiten gemeinsamen verkaufsoffenen Sonntags.

„Gemeinsam genießen“ können die Besucher des verkaufsoffenen Sonntags in Wolfratshausen und Geretsried künftig ihre Brotzeit. Die Veranstalter, der Werbekreis Wolfratshausen und der Geretsrieder Einzelhändlerverein ProCit, verteilten am Sonntag hübsche Holzbrettchen mit den Logos der beiden Städte sowie den Inschriften „Gemeinsam...“ auf dem einen Brett und „...genießen“ auf dem anderen. Eigentlich sollten Stelzenläufer die Überraschungsgeschenke unters Volk bringen, doch wegen des Schneematsches auf den Straßen wäre das für die Studenten aus Gelting zu gefährlich gewesen. Stattdessen erfreuten sie die Besucher mit ihren Akrobatik- und Jonglierkünsten.

Während für den Martini-Markt in der Wolfratshauser Innenstadt nach Auskunft von Marktchef Peter Steinberger einige Händler wegen des schlechten Wetters kurzfristig abgesagt hatten, erfreute sich der Geretsrieder Gourmet-Markt großen Zulaufs. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Valérie Marssonier aus dem Burgund. Ihre Tapenaden, der Käse, das Brot und die Oliven hätten sich gut verkauft. Die französischen Spezialitäten hatten ihren Preis, dennoch lockte der dreitägige Markt zahlreiche Feinschmecker aus Geretsried und Umgebung an.

Zufrieden zeigte sich auch Susanne Wedershoven vom Damenmode-Geschäft „Ella“ in Wolfratshausen. Sie hatte mit 20 Prozent auf Winterjacken geworben, was sich angesichts der Temperaturen als kluger Schachzug erwies. „Bei schönem Wetter wäre natürlich mehr los gewesen im Markt. Aber so kommen die Leute eher in die Läden“, meinte sie.

Gelassen nahm die Werbekreis-Vorsitzende Ingrid Schnaller den Wintereinbruch. Bei der Premiere des gemeinsamen Shopping-Sonntags im vergangenen Jahr war es 20 Grad warm und die Sonne strahlte am Himmel. „Das kann man halt nicht immer haben“, so Schnaller. Die Kunden hätten sich über die Brotzeitbrettl gefreut und der vom Verein „S 7 jetzt“ gesponserte Shuttle-Oldtimerbus zwischen den beiden Städten sei bei jeder Fahrt voll gewesen.

Frederik Holthaus, stellvertretender Vorsitzender von ProCit Geretsried und Inhaber des Isar-Kaufhauses, stellte ebenfalls fest, dass zahlreiche Kunden den knallgelben benutzt hätten, um damit von Geretsried in die Loisachstadt zu schnauferln. Die Veranstalter hatten Glück: Wären die Straßen mit Salz gestreut gewesen, hätte der Oldie der Marke Setra nicht fahren dürfen. Wettermäßig hätte es also sogar noch schlimmer kommen können.

von Tanja Lühr

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