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Musste sich plagen: Günter Marhold bei der Europameisterschaft in Frankreich. 

Wolfratshausen

Wenn auch Massagen nicht mehr helfen

Leichtathletik - Günter Marhold kämpft bei der Europameisterschaft im 24-Stunden-Lauf mit Problemen, stellt sich aber in den Dienst der Nationalmannschaft.

Nicht wie gewünscht lief es für den Wolfratshauser Ultraläufer Günter Marhold bei der 24-Stunden-Europameisterschaft in der alten, malerischen südfranzösischen Stadt Albi. Geplagt von gesundheitlichen Problemen schaffte er „nur“ eine Strecke von 184,088 Kilometern und landete im 171-köpfigen Starterfeld auf Platz 110. Grund zur Freude hatte er dennoch: Die Nationalmannschaft gewann die Bronzemedaille.

94 Läufer und 77 Läuferinnen aus 23 Verbänden beteiligten sich an dem Rennen. Mit Marhold und Betreuer Thomas Fuchs gehörten zwei Athleten des TSV Wolfratshausen zum deutschen Nationalteam.

Nach der Eröffnungszeremonie am Freitag stand zur Einstimmung ein Besuch beim lokalen Rugby-Club SC Albi an. Die Betreuungszelte der Nationen standen entlang der Geraden der Tartanbahn nebeneinander auf dem Rugbyfeld. Die Teilnehmer bekamen einen ersten Eindruck von der Strecke. Vor allem merkten sie, dass es in der Nacht schon sehr kalt werden kann.

Das Rennen selbst wurde um 10 Uhr gestartet auf einem Rundkurs von knapp 1,2 Kilometern. Es entwickelte sich ein schnelles, spannendes Rennen, bei dem Durststrecken, Einbrüche und Ausfälle einzelner Athleten aufgefangen werden mussten.

In diesem Jahr erwischte es etliche Spitzenläufer. So auch Günter Marhold, der neben einer gerade überstandenen Erkältung Rückenprobleme bekam. „Bereits nach acht Stunden hatte ich damit zu kämpfen, auch Massagen und eine Pause halfen nicht“, berichtet der Wölfe-Läufer. „Aber mit Stu, Christof und Benjamin hatten wir noch drei Läufer sehr gut im Rennen. Gemeint sind Stefan Thoms, Christof Kühner und Benjamin Brade. Irgendwann hatten Italien, Norwegen und Ungarn überholt. Die deutsche Mannschaft rangierte nur noch auf dem vierten Platz.

Doch dann war plötzlich die ganze Mannschaft gefährdet – auch Stefan Kühner und Benjamin Brade waren eingebrochen. Nun stellte sich Marhold ganz in den Dienst der Mannschaft und „begleitete“ zuerst Brade über ein paar Runden. Dennoch war nichts mehr zu machen.

Dagegen erholte sich Christof Kühner nach einer Stunde so weit, dass er wieder kämpfen konnte. Nun nahm Marhold Hilmar Langpeter ins Schlepptau und ging mit ihm aufs Ganze. „Wir haben die Dänen attackiert und genervt, so dass es am Ende noch für Bronze hinter Frankreich und Großbritannien gereicht hat“, freute sich Marhold riesig. Das sei nochmals eine Bestätigung der Topleistung gewesen, nachdem sie im Vorjahr – mit Hilfe von Marhold – in Turin Silber geholt hatten.

Dass es für Marhold „nur“ 184,088 Kilometer wurden, konnte er verschmerzen, „wenn man dafür der Mannschaft helfen kann“. Hervorheben wollte der Wolfratshauser den Job der Betreuer, die 24 Stunden auf engstem Raum gerackert hatten. „Immer wieder gern“ will Betreuer Fuchs die Arbeit übernehmen, denn „es war ein tolles Ergebnis“. Insbesondere „weil Günters Schlussperformance einen hohen Anteil an der Teammedaille“ hat. In die Wertung kamen Thoms (251 Kilometer, Platz 7), Langpeter (236 km, Platz 20) und Kühner (231 km, Platz 24). gbm

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