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Siegerehrung nach dem Sechs-Stunden-Lauf: Christof Kühner (li.) aus Holzgerlingen kam bei den Herren vor dem Wolfratshauser Günter Marhold (re.) ins Ziel. Bei den Frauen gewann die Kemptenerin Antje Schuhaj.

Wolfratshauser bei Münchner Sechs-Stunden-Lauf

Zähigkeit bewiesen

Wolfratshausen – Ein welliger 1,5 Kilometer langer Rundkurs im Post-Sport-Park bildete die Kulisse für den 5. Münchner Sechs-Stunden-Lauf. Die Wolfratshauser Sportler Ulrike Greif, Thomas Fuchs, Michael Schmüser und Günter Marhold kämpfen sich durch

Bei sommerlich heißen Temperaturen traf sich hier unter anderem ein Teil der 24 Stunden-Ultralauf-Nationalmannschaft, „um nochmals gemeinsam für die im Oktober stattfindende Europameisterschaft im südfranzösischen Albi zu trainieren“, berichtet Günter Marhold. Der Wolfratshauser, der dem Nationalkader angehört, wurde von seinen Vereinskollegen Thomas Fuchs, Ulrike Greif und Michael Schmüser begleitet.

Während Schmüser nach seinem Triple-Ironman nur ein wenig mitlaufen wollte, war das Rennen für die beiden anderen Wölfe-Athleten ein letzter Trainingswettkampf. Ulrike Greif will Ende des Monats beim internationalen 24-Stunden-Lauf auf der Aare-Insel Brugg in der Schweiz starten, während Thomas Fuchs zeitgleich den langen Ultraklassiker in Griechenland unter die Sohlen nimmt. Für Fuchs bot sich die Münchner Veranstaltung insbesondere auch an, um sich mit den anderen Helfern des Nationalteams auszutauschen, da er ebenfalls als offizieller Betreuer in Frankreich dabei sein wird.

„Der Spaßfaktor beim Lauf litt unter der großen Hitze. Die verlangte uns große Zähigkeit ab“, sagt Marhold. Trotzdem setzten seiner Ansicht nach Greif und Fuchs ihre Vorgaben gut um und kamen offensichtlich sehr entspannt und muskulär wenig belastet durch die Zeit. Schmüser schaffte als Gesamt-Achter der 57 Herren insgesamt 63,222 Kilometer, während Fuchs auf Platz 14 „sein Pensum wie ein Uhrwerk abspulte“ (Marhold). Dennoch verfehlte er seine vorher prophezeite Punktlandung von 55,555 Kilometern knapp: Er lief nämlich 222 Meter weiter. Hervorragend geschlagen hatte sich Ulrike Greif mit 62,472 Kilometern. Sie wurde damit Gesamtfünfte unter den 19 Läuferinnen in der starken Frauen-Hauptklasse, in der mit Barbara Mallmann und Pamela Veith zwei Läuferinnen des DLV-Nationalkaders der 100-Kilometer-Läuferinnen vertreten waren. Letztere mussten noch ihren Leistungsnachweis für die Weltmeisterschaft im kommenden November erbringen. Bei den Frauen siegte mit 66,576 Kilometern Antje Schuhaj von der TV Kempten.

Marhold selbst kam auf 72,475 Kilometer und musste nur seinem Nationalmannschaftskollegen Christof Kühner (SpVgg Holzgerlingen) den Vortritt lassen, der 76,319 Kilometer schaffte. Dritter wurde der Amerikaner James Ford (70,539 Kilometer). Die gute Leistung der 24 Stunden-Läufer überraschte selbst Dr. Norbert Madry. Der Delegationsleiter des Nationalteams fand, „dass dies bei den Witterungsverhältnissen Top-Platzierungen für das verschärfte Training waren, mit dem sich Kühner und Marhold ja auf die anstehende Europameisterschaft in Frankreich vorbereiten“. Und Madry war eines nicht entgangen: „Die üblichen Verdächtigen sind weit unter ihren normalen Leistungen geblieben.“

gbm

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