Günstiger Wohnraum für Gräfelfinger

Gemeinderäte wollen Heitmeiersiedlung erweitern

Gräfelfing – Die Gräfelfinger Gemeinderäte machen mit einer baulichen Erweiterung der Heitmeiersiedlung Ernst.

Als es am Donnerstag im Bauausschuss um einen entsprechenden IGG-Antrag ging (wir berichteten), fand sich eine solide Mehrheit für konkretere Überlegungen für zusätzlichen, bezahlbaren Wohnraum in diesem Bereich. Lediglich der Weg zu diesem Ziel war umstritten.

Bürgermeisterin Uta Wüst machte sich den von Mathias Pollok unterzeichneten Antrag sogleich zueigen. Die Gemeinde brauche günstigen Wohnraum, und die nur einseitig bebaute Starnberger Straße im Osten sowie ein verkaufsbereiter Eigentümer im Norden der Heitmeiersiedlung böten Handlungsspielräume für Wohnraum, „der vielen Menschen zugutekommt“ – und das in städtebaulich verträglicher Weise: „Wir wollen dort keine Hochhäuser entstehen lassen.“

Benno Stübner (IGG) ergänzte, ein Planer solle „eine grobe Idee entwickeln, wie die Heitmeiersiedlung zu erweitern ist“, und zwar „unter Einhaltung des Trenngrüns“.

Frank Sommer (Grüne) stellte fest: „Über die Ziele sind wir uns ja alle einig.“ Die Idee einer Erweiterung der Heitmeiersiedlung sei „nicht sonderlich neu“ – diesen Seitenhieb auf die selbst-euphorisierten Antragsteller mochte er sich nicht verkneifen. Allerdings wollte Sommer vor allen Planungen geklärt wissen, „wie wir dieses Ziel, günstigen Wohnraum anzubieten, dauerhaft sichern“. Gängige Bindungsfristen für sozial geförderten Wohnungsbau liefen nach zehn oder 15 Jahren aus; danach würden die Wohnungen dem entgleisten freien Markt anheimfallen, orakelte Sommer. Zur Absicherung sollten lediglich Grundstücke in Betracht kommen, die der Gemeinde gehören. Das trifft auf die Starnberger Straße zu, auf den Norden nicht.

Die Bürgermeisterin widersprach und schlug vor, sich „von der anderen Seite“ dem Thema zu nähern: zuerst untersuchen, was städtebaulich verträglich wäre, und daraus ein Finanzierungs- und Vergabemodell zu entwickeln.

Florian Ernstberger (BVGL) begrüßte die Zielsetzung, fand den Antrag aber als „zu eng“ formuliert. Er schlug vor, den Planern zunächst für Vorentwürfe gänzlich freie Hand zu lassen. Die Entscheidung liege ohnehin beim Gemeinderat. Marion Appelmann (CSU) fand das gesamte Vorgehen zu zögerlich, lehnte es jedoch ab, „fremde Grundstücke“ zu überplanen: Die Verwaltung solle mit Kaufverhandlungen zügig auf den Eigentümer zugehen.

Mit Appelmann lehnte schließlich nur Ralf Brandtner (SPD) den Antrag ab. Er plädierte dafür, zunächst im Innenbereich nachzuverdichten, etwa an der Würmtalstraße, ehe im Außenbereich erweitert werde.

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