+
Das Wasserkraftwerk an der Krämermühle ist nach 25 Jahren Laufzeit ein Sanierungsfall

Rückzieher bei Wasserkraft

Nach anfänglichem Interesse an einem neuen Wasserkraftwerk rudert die Gemeinde Gräfelfing jetzt zurück. Man brauche erst externe Expertise. 

Es dürfte noch einiges Wasser die Würm hinabfließen, ehe die Gräfelfinger Gemeinderäte sich über die Zukunft ihres Wasserkraftwerks an der Krämermühle im Klaren sind. Der Vortrag eines Wasserkraftwerksexperten der TU München im April hatte zunächst Interesse geweckt, inzwischen rudern die Fraktionen zurück. Am Donnerstag diskutierte der Umweltausschuss das Thema.

Lydia Brooks, Umweltreferentin der Gemeinde, wies eingangs darauf hin, dass es sich um ein extremes Spezialthema handle, das die fachlichen Kompetenzen der Gemeindeverwaltung übersteige. Deshalb schlug sie vor, ein unabhängiges Büro mit einer Untersuchung zu beauftragen.

Wie berichtet, hatte TU-Experte Albert Sepp intensiv für einen neuen, von der TU entwickelten Kraftwerkstyp geworben. Dieses Schachtkraftwerk wäre zwar modern und hoch effizient, allerdings in der Praxis unerprobt und mit 1 Million Euro nicht billig.

Als Alternative hatten die Grünen eine so genannte Kraftwerksschnecke beantragt. Die ist technisch einfacher, allerdings recht laut. Als dritte, möglicherweise preiswertere Variante könnte lediglich eine Sanierung der bestehenden Anlage in Betracht kommen. Diese drei Optionen soll das unabhängige Büro prüfen und mit Kosten unterlegen.

In der Debatte kam auch die Frage auf, ob es nicht überhaupt sinnvoller sei, die gesamte Anlage an einen Betreiber zu verpachten. Ein großer Energieversorger habe Interesse bekundet und prüfe eine Sanierung, hieß es aus der Verwaltung. Katharina Weber (Grüne) schlug sogar vor, zuerst einen Betreiber zu finden und erst mit ihm gemeinsam das Gutachten in Auftrag zu geben.

Keinen Klärungsbedarf mehr hatte nur Petra Schmid (CSU). Sie zeigte sich begeistert von dem Vorzeigeprojekt Schachtkraftwerk und mahnte, keine Zeit zu verlieren – und kein Geld mehr in Gutachten zu stecken.

Auch interessant

<center>Entdecke Oberbayern!</center>

Entdecke Oberbayern!

Entdecke Oberbayern!
<center>Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern</center>

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern

Das große Familien-Outdoor-Abenteuer-Buch Bayern
<center>Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern</center>

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern

Die 100 schönsten Familien-Erlebnisse in Bayern
<center>Gackerl im Gläschen</center>

Gackerl im Gläschen

Gackerl im Gläschen

Meistgelesene Artikel

Katerstimmung nach der Sause

Gräfelfing - Nachdem die Gräfelfinger Gemeinderäte sich bei Wünschen und Beschlüssen rund ums Jahr einen ordentlichen Schluck gegönnt haben, herrscht nun beim Blick auf …
Katerstimmung nach der Sause

Dringender Handlungsbedarf

Gräfelfing - Das Vereinsheim des TSV Gräfelfing samt Turnhalle ist sanierungsbedürftig. Das wird nicht billig, ein Neubau jedoch mehr als doppelt so teuer. Der …
Dringender Handlungsbedarf

Gräfelfing darf nach Erdwärme suchen

Gräfelfing/Planegg - Die Gemeinde Gräfelfing hat die Geothermie-Rechte für weite Teile des Würmtals erhalten. Mitbewerber Planegg war bei der Neuvergabe außen vor …
Gräfelfing darf nach Erdwärme suchen

Gemeinderat beschließt Bau von neuer Turn- und Schwimmhalle

Gräfelfing – Der Gräfelfinger Gemeinderat befürwortet das 15,5-Millionen-Projekt bei fünf Gegenstimmen. Weitere Kosten sind nicht auszuschließen.
Gemeinderat beschließt Bau von neuer Turn- und Schwimmhalle

Kommentare