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30 000 Bierflaschen aus aller Welt treffen dieser Tage bei Doemens ein. Sebastian Wedekind (Technischer Berater Private Brauereien Bayern), Oliver Dawid (Geschäftsführer Private Brauereien Bayern) und Doemens-Geschäftsführer Wolfgang Stempfl (v.li.) behalten den Überblick.

Brauakademie Doemens

Neuer Rekord: 2103 Biere aus 44 Ländern im Wettbewerb

Gräfelfing  - Rekorde jagen Rekorde. Schon bald wird in der Gräfelfinger Brauakademie Doemens wieder der „European Beer Star“ vergeben, und wieder kämpfen mehr Brauer um die begehrte Auszeichnung.

Dem Logistiker der Gräfelfinger Brauakademie Doemens stehen vermutlich schon Schweißperlen auf der Stirn, wenn er sich vorstellt, wie das mit dem „European Beer Star“ weitergehen könnte. Bei dem Wettbewerb wird jedes Jahr das beste Bier in zahlreichen Kategorien prämiert. Und er ist international so erfolgreich, dass immer mehr Brauereien sich mit immer mehr Biersorten daran beteiligen.

Auf dem Gelände der Brauakademie an der Stefanusstraße treffen noch bis Ende der Woche Bierkästen aus aller Welt ein. Am Donnerstag und Freitag, 6./7. Oktober, dürfen dann Experten kosten und werten. Insgesamt sollen diesmal 2103 Biere getestet werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Steigerung von sieben Prozent.

„Das ist eine logistische Herausforderung“, sagt Doemens-Geschäftsführer Wolfgang Stempfl. Rund 30 000 Flaschen werden bis Ende der Woche in Gräfelfing erwartet. Jedes Bier kommt in zwölf- bis fünfzehnfacher Ausführung. Die mittlerweile fünf mobilen Kühlwagen, in denen das Bier gelagert wird, belegen fast alle Parkplätze der Brauakademie. „Die Räume sind auch alle belegt“, berichtet Stempfl. Mitarbeiter müssen mitsamt ihren Computern aus ihren Büros ausziehen, um für die Verkostung Platz zu schaffen. Und: Bei der Verkostung muss sichergestellt sein, dass kein Braumeister sein eigenes Bier kostet. 100 Helfer sollen dafür sorgen, dass alles reibungslos funktioniert.

Organisiert wird der Wettbewerb vom Verband Privater Brauereien und der Association of Small and Independent Breweries in Europe. Als er 2004 ins Leben gerufen wurde, war alles noch übersichtlich. 271 Biere wurden damals getestet. Inzwischen stammt das Bier aus 44 Ländern und allen Kontinenten. Getestet werden nicht mehr vier, sondern 57 Bierstile von „German Style Leicht Bier“ bis „Ultra Strong Beer“. In Gräfelfing werden die Biere dann auf Optik, Schaum, Geruch und Geschmack getestet. Für die Besten jeder Kategorie gibt es Gold, Silber oder Bronze. Der Rest geht leer aus. Damit die steigende Zahl der Biere in Gräfelfing auch bewältigt werden kann, stieg die Zahl der Verkoster heuer auf 124 – das sind neun mehr als im Vorjahr. Sollten die Teilnehmerzahlen künftig weiter steigen, könne man die Verkostungszeit verlängern, meint Stempfl. Mehr Platz gebe es aktuell nicht. Die Brauereifachschule plant allerdings den Bau eines neuen Standorts an der Pasinger-/Ecke Lohenstraße. 2019 könnte der „European Beer Star“ dann dort stattfinden.

Victoria Strachwitz

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