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Kleine Feier für einen großen Lieferwagen: Petra Schaber, Karin Wolf und Joachim Schrader (vorne v.l.) begrüßten die Spender (Foto r.), Gräfelfings Bürgermeisterin Uta Wüst (vorne 4.v.l.) und Pfarrer Bernd Reichert von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Gräfelfing auf dem Gelände des TSV Gräfelfing, wo der Würmtal-Tisch einmal wöchentlich Lebensmittel an Menschen mit kleinem Geldbeutel ausgibt.

Würmtal-Tisch rüstet auf

Gräfelfing - 500 neue Abnehmer muss der Würmtal-Tisch bald versorgen. Dazu braucht er auch ein neues Fahrzeug. Spenden machen es möglich.

Mehr Kunden bedeuten mehr Lebensmittel und damit mehr Platzbedarf: Der Würmtal-Tisch gibt ab September auch an die Bewohner der Flüchtlingshäuser in Planegg, Gräfelfing, Krailling und eventuell zukünftig auch in Neuried Lebensmittel aus (wir berichteten). Zu den 170 Personen, die derzeit unterstützt werden, kommen dann noch einmal 500 dazu. Um für all die Menschen Lebensmittel im Großmarkt besorgen zu können, steht den Helfern des Würmtal-Tisches ab sofort ein Ford Transit zur Verfügung, finanziert aus Spenden.

Auf einer kleinen Feier mit Helfern und Spendern sprach jetzt Pfarrer Bernd Reichert von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Gräfelfing einen Segenswunsch. „Es ist kein aktionistisches Helfen. Der Würmtal-Tisch nimmt sich Zeit zuzuhören und zu fragen, was gebraucht wird. Das gibt den Menschen Würde“, so Reichert. Die Kirchengemeinden der Waldkirche sowie der Michaelskirche zählen ebenso zu den Spendern, wie die Firma Tebis aus Martinsried, der Rotary Club München Martinsried, der Rotary Club Gauting-Würmtal, der Lions Club München, der Lions Club International, der Lions Club München Würmtal und der Inner Wheel Club. 26 000 Euro kostete der Ford Transit, 25 000 Euro davon kamen durch Spenden zusammen.

Der Wagen ist mit 5,40 Metern einen halben Meter länger als der alte Wagen des Würmtal-Tisches, außerdem einen Meter höher. Aufrechtes Stehen ist jetzt möglich. Der bereits vorhandene Wagen wird weiter genutzt, um immer dienstags bei Geschäften im Würmtal, die den Tisch unterstützen, die Lebensmittelspenden einzusammeln. Der Ford fährt künftig zum Großmarkt.

Joachim Schrader, Geschäftsführer des Evangelischen Diakonievereins, unter dessen Fittichen der Würmtal-Tisch agiert, macht sich jeden Mittwochmorgen um 9 Uhr nach München auf. Zunächst werden mit dem Kooperationspartner Münchner Tafel Lebensmittel getauscht, um ein optimales Angebot zu erzielen, danach besorgt Schrader im Großmarkt, was noch fehlt – finanziert durch Spenden. Jetzt, wo deutlich mehr Menschen Lebensmittel von der Tafel bekommen, wäre der alte Wagen zu klein, um alles unterzubringen.

Wenn Schrader mittwochs um 11 Uhr zurückkommt, bleibt den Helfern des Würmtal-Tisches noch eine Stunde, um an der Ausgabe auf dem Gelände des TSV Gräfelfing alles herzurichten. „Es ist immer ein Vabanquespiel. Wir müssen viel dazukaufen. Aber wir meinen, dass wir das hinkriegen“, sagt Schrader. Diejenigen, die schon länger Kunden des Würmtal-Tisches sind, können weiter jede Woche in der Hubert-Reißner-Straße vorbeischauen. Die Bewohner der Asylbewerberunterkünfte haben feste Termine. Jeden Mittwoch sind andere Häuser an der Reihe. Der eine Teil der Gräfelfinger Flüchtlinge ist am ersten Mittwoch willkommen, der andere am zweiten. Am dritten Mittwoch sind es die Bewohner der Unterkünfte in Planegg an der Fürstenrieder Straße und in Martinsried an der Bunsenstraße. Am vierten Mittwoch können sich die Bewohner der Kraillinger Unterkunft Lebensmittel abholen.

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